Pumpe legt das Dudweiler Freibad lahm

Pumpe legt das Dudweiler Freibad lahm

Erneut macht eine der 40 Jahre alten Pumpen im Dudweiler Freibad Probleme. Heute soll sie eingebaut werden. Wenn nichts mehr dazwischenkommt, kann das Bad am Samstag endlich eröffnet werden.

Dudweiler. Der Termin zur Eröffnung der Freibad-Saison in Dudweiler musste bereits von Christi Himmelfahrt auf Pfingsten und von Pfingsten auf den 2. Juni verschoben werden. Hinter den Verzögerungen steckten in beiden Fällen die 40 Jahre alten Wasserpumpen des Bades (wir berichteten). Nun ist erneut eine der beiden Pumpen heißgelaufen und befindet sich in Reparatur.Im Technikraum des Freibades lag gestern noch ein Geruch nach Verbranntem in der Luft. "Die zuständige Reparaturfirma macht Überstunden, um uns die Pumpe morgen liefern zu können", sagte Rainer Hück von der Bäderbetriebsgesellschaft Saarbrücken (BBS) gestern beim SZ-Termin im Freibad. Und immer wieder stehen in dieser Zeit Menschen am Tor, die die Einrichtung nutzen wollen. Noch aber müssen die Mitarbeiter sie wegschicken. Wenn die Pumpen dann heute Früh angeliefert werden, soll sofort der Einbau beginnen, um den Eröffnungstermin am 2. Juni halten zu können.

"Wir hatten das Freibad auf den Punkt hergerichtet mit Reinigung, Grünschnitt und vielem mehr. Im letzten Moment haben uns die Pumpen einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagt Hück, der das Freibad lieber früher als später eröffnen würde. Zumal in der Vergangenheit viel investiert worden sei. Die Umkleiden wurden hergerichtet, eine moderne Chloranlage wurde eingebaut, und auch die Elektronik wurde erneuert. Hück verdeutlicht: "Hier findet keine Schließung auf Raten statt. Wir haben das Bad kontinuierlich verbessert und in jeder Saison neu investiert."

Auch die Mitarbeiter hätten keine Mühen gescheut, um bald aufmachen zu können. Zusatzschichten auf freiwilliger Basis seien dabei keine Seltenheit gewesen. Und Bernd Bartsch, Betriebsleiter des Dudweiler Freibades, versichert: "Falls neue Pumpen kommen, werden wir eine Nachtschicht einlegen, um den laufenden Betrieb möglichst wenig zu stören."

Grob geschätzt hätten die Reparaturen bisher 7000 Euro gekostet. Zwei neue Pumpen seien für etwa 16 000 Euro zu haben. Hück: "Neue Geräte würden uns Sicherheit für die Zukunft geben. Dies sind Investitionen, die anstehen, aber nicht in unsere Zuständigkeit gehören." Zuständig hierfür sei der Gebäudemanagementbetrieb der Stadt Saarbrücken (GMS), der die Verantwortung für das Bad außerhalb der Saison innehabe. Saarbrückens Stadtpressesprecher Thomas Blug gibt auf SZ-Anfrage Antwort für die GMS: "Derzeit ist eine Neuanschaffung nicht geplant, weil die alten Pumpen gerade repariert wurden und funktionieren sollten."