Psychiatrische Klinik Rastpfuhl feiert zehnjähriges Bestehen

Psychiatrische Klinik Rastpfuhl feiert zehnjähriges Bestehen

Saarbrücken. Die psychiatrische Tagesklinik auf dem Saarbrücker Rastpfuhl gibt es nun seit zehn Jahren. Die Einrichtung der Saarland-Heilstätten GmbH (SHG) versorgt chronisch Kranke und hilft Patienten der Klinik für Psychiatrie auf dem Sonnenberg bei der Rückkehr in den häuslichen Alltag

Saarbrücken. Die psychiatrische Tagesklinik auf dem Saarbrücker Rastpfuhl gibt es nun seit zehn Jahren. Die Einrichtung der Saarland-Heilstätten GmbH (SHG) versorgt chronisch Kranke und hilft Patienten der Klinik für Psychiatrie auf dem Sonnenberg bei der Rückkehr in den häuslichen Alltag. "Tageskliniken führen zu einer deutlichen Verringerung stationärer Klinikaufenthalte", sagte Regionalverbandsdirektor Peter Gillo. Die Kliniken Sonnenberg betreiben an den Standorten Schönbach und Rastpfuhl zwei wohnortnahe Tageskliniken.Beim Fest lobte Gillo die vielfältige Arbeit des Pflegepersonals als "aktive Sozialpsychiatrie". Dabei würden das Pflegeteam und die Psychiatriefachkrankenschwestern mit anderen Einrichtungen zusammenarbeiten und bei Anträgen, Behördengängen und Hausbesuchen helfen. Sie organisierten auch eineTagesstruktur und therapeutische Maßnahmen für die Patienten. Die Klinik will Nähe zu den Patienten schaffen, dies sei auch erreicht worden, meint Dr. Wolfgang Hofmann, Chefarzt der Psychiatrie der Kliniken Sonnenberg. Es werde ebenso daran gearbeitet, die Betreuten wieder ins Arbeitsleben einzugliedern. Dafür sind weitere Einrichtungen der SHG verantwortlich: etwa das Zentrum für psychiatrische Rehabilitation, das Projekt Arbeitstrainingsplätze oder die virtuelle Werkstatt. Die Entscheidung, "hin zu den Patienten zu gehen, anstatt auf sie zu warten", sei richtig gewesen und das Konzept von Dr. Hofmann sei aufgegangen, lobte der SHG-Aufsichtsratsvorsitzende Paul Quirin.

Die häufigsten Krankheitsbilder der auch auf dem Rastpfuhl teilstationär betreuten Patienten sind Schizophrenie, Depression, Abhängigkeitserkrankungen und Anpassungsstörungen. Die teilstationär betreuten Patienten kommen vorwiegend aus den umliegenden Stadtteilen. red

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