Mutmaßliches Opfer sagt gegen Pflegeeltern aus Prozess um Kindesmisshandlung: „Ich musste meine Schwester mit ihrer Kotze füttern“

Saarbrücken · Am dritten Verhandlungstag im Prozess um schweren Missbrauch von Pflegekindern haben am Dienstag zwei der mutmaßlichen Opfer ausgesagt. Sie haben die angeklagten Pflegeeltern massiv belastet. Ihre Schilderungen sind heftig.

Im Prozess um schweren Missbrauch von fünf Pflegekindern haben zwei mutmaßliche Opfer ausgesagt und die angeklagten Pflegeeltern schwer belastet. Deren Anwalt spricht von Lügen und einem Komplott gegen die Angeklagten.

Im Prozess um schweren Missbrauch von fünf Pflegekindern haben zwei mutmaßliche Opfer ausgesagt und die angeklagten Pflegeeltern schwer belastet. Deren Anwalt spricht von Lügen und einem Komplott gegen die Angeklagten.

Foto: dpa/Katja Sponholz

13 Personen in langen schwarzen Roben beugen sich am Dienstag über den Richtertisch im Saal eins des Landgerichts Saarbrücken. Vor sich eine dicke Mappe mit Bildern von Katzen und Hunden. Etwas verloren zwischen den Vertretern von Staatsanwaltschaft, Nebenklage, Verteidigung und Gericht steht Marina (Name geändert). Immer wieder fragt sie der Vorsitzende Richter: „Erkennen Sie diese Katze? Erinnern sie sich an den Namen? Wie heißt dieser Hund?“ Marina nickt. Mit leiser, zittriger Stimme sagt sie: „Ja, das ist Leon.“ Oder: „Die Katze heißt Marie.“