Urteil gegen Bremer gefallen „Eine Frechheit“: Verteidiger kritisiert Anklage im Prozess gegen Homburger Geldautomatenknacker

Saarbrücken/Homburg · Für den Aufbruch eines Geldautomaten in Homburg ist am Montag ein Bremer vor dem Saarbrücker Landgericht verurteilt worden. Die Beute bleibt allerdings bis heute verschwunden. Und auch zwei weitere Anklagepunkte gegen den 39-Jährigen sorgten für Diskussionen.

 Der Angeklagte (rechts) hat zugegeben, einen Geldautomaten in Homburg geknackt zu haben. Links sein Anwalt Christian Kessler.

Der Angeklagte (rechts) hat zugegeben, einen Geldautomaten in Homburg geknackt zu haben. Links sein Anwalt Christian Kessler.

Foto: Michael Kipp

Von den vier Anklagepunkten sind letztlich noch eineinhalb übergeblieben. Am Montag hat die 6. Strafkammer des Saarbrücker Landgerichtes unter dem Vorsitz von Susanne Biehl einen 39-Jährigen aus Bremen zu drei Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Wegen schwerem Diebstahl einhergehend mit Sachbeschädigung – und wegen des Besitzes und Handels von und mit etwas mehr als zwei Kilogramm Marihuana. Die Anklagepunkte „Wohnungseinbruch“ und „Besitz von kinder- und jugendpornografischen Schriften“ hat bereits zuvor die Staatsanwaltschaft fallen lassen. Genau wie sie in ihrem Plädoyer das Wort „Bande“ aus der schweren Diebstahl-Anklage gestrichen hat.