Sex, Geld, Politik Ein Besuch im Großbordell: Die Wirklichkeit der Prostitution im Saarland

Saarbrücken · Das Saarland gilt wegen seiner Grenznähe seit vielen Jahren als „Rotlicht-Paradies“, beliebt vor allem bei Freiern aus Frankreich. Wie sieht die Wirklichkeit aus? Eine SZ-Recherche im Milieu – zwischen Großbordell, Straßenstrich und Domina-Studio, zwischen nackten Frauen, alten Männern und Aktivistinnen.

Wie es im bekanntesten Bordell des Saarlandes aussieht
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Wie sieht es im bekanntesten Bordell des Saarlandes aus?

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Foto: Oliver Dietze

„Sechzig Euro!“ Mehr sagt sie nicht. Sie reicht Bademantel, Badeschlappen und ein Schlüsselband, Spind 47. Erst auf Nachfrage erklärt sie: Hier ist die Umkleide, dort gibt es Bier und Cola und Kaffee und Essen. Alles inklusive. „Viel Spaß“, sagt die Dame nicht. Sie geht davon aus, dass Mann den schon haben wird. Hier im „Paradise“ in Saarbrücken-Burbach, dem bekanntesten Bordell des Saarlandes. Es verspricht, eine „Wellnessoase für den Mann“ zu sein. Der Bademantel ist schon mal weich und kuschelig.