Auszeichnung bei bundesweitem Wettbewerb Projektgruppe aus Saarlouis siegt in Berlin

Berlin/Saarlouis · Beim Bundeswettbewerb „Demokratisch Handeln“ wurde das Kooperationsprojekt „AG Erinnerungsorte in Saarlouis“ des Robert-Schuman-Gymnasiums, des Max-Planck-Gymnasiums und des Gymnasiums am Stadtgarten ausgezeichnet. Sie setzten sich damit gegen 50 andere Beiträge durch.

Hier traf sich im Jahr 2023 über mehrere Monate im Esther-Bejarano-Haus die Projektgruppe und erarbeitete einen Erinnerungsweg insbesondere für die Opfer des Nationalsozialismus.

Hier traf sich im Jahr 2023 über mehrere Monate im Esther-Bejarano-Haus die Projektgruppe und erarbeitete einen Erinnerungsweg insbesondere für die Opfer des Nationalsozialismus.

Foto: Merkel Carolin/Carolin Merkel

Mit dem Junify-Demokratiefestival vom 12. bis zum 14. Juni in Berlin endete die diesjährige Runde des Bundeswettbewerbs „Demokratisch Handeln“. Aus dem Saarland wurde dieses Jahr das Saarlouiser Kooperationsprojekt „AG Erinnerungsorte in Saarlouis“ des Robert-Schuman-Gymnasiums, des Max-Planck-Gymnasiums sowie des Gymnasiums am Stadtgarten ausgezeichnet. Eine unabhängige Jury hat dieses Projekt zusammen mit 50 anderen Beiträgen als Best-Practice-Konzept ausgewählt und ausgezeichnet.

Wie kann ich mich für die Demokratie starkmachen? Auf diese Frage haben über 15 000 junge Menschen, die am diesjährigen Bundeswettbewerb „Demokratisch Handeln“ teilnahmen, ihre ganz persönlichen Antworten gefunden. Der Wettbewerb, der im Saarland vom Adolf-Bender-Zentrum im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes koordiniert wird, zeichnet seit über 30 Jahren Projekte von jungen Menschen in ganz Deutschland aus, die sich für ein demokratisches Miteinander einsetzen.

Dass die Themen der Projekte ein Spiegelbild dessen sind, was junge Menschen aktuell beschäftigt, zeigte sich im Ausschreibungsjahr 2023 besonders. Das Themenspektrum reichte von der Lage in Israel und Palästina bis zu dem Thema Wahlen in Deutschland. Auch die Auseinandersetzung mit digitalen Phänomenen wie Hass im Netz, Cybermobbing und Fake News sowie die Ablehnung von Rassismus, Queerfeindlichkeit und Sexismus waren zentrale Schwerpunkte der Projekte. Doch nicht nur in der Themenwahl, sondern auch bei den teilnehmenden Gruppen und Institutionen zeigte sich eine große Vielfalt. So nahmen neben allen Schulformen auch zahlreiche freie Initiativen, Vereine, Jugendzentren und Kindertagesstätten teil.

Aus diesen Demokratie-Projekten wählte eine unabhängige Jury fünfzig besonders herausragende Projekte aus. Diese durften sich freuen: Sie gewannen eine Reise zum Junify Demokratiefestival in Berlin und erlebten ein dreitägiges Programm mit spannenden Workshops, Austausch, Vernetzung und abwechslungsreichen Abendveranstaltungen wie Improtheater und Konzerten.

Aus dem Saarland gehörte die AG Erinnerungsorte in Saarlouis zu den ausgezeichneten Projekten. Eine rund 15-köpfige Projektgruppe aus Schülern des Robert-Schuman-Gymnasiums, des Max-Planck-Gymnasiums sowie des Gymnasiums am Stadtgarten traf sich im Jahr 2023 über mehrere Monate im Esther-Bejarano-Haus und erarbeitete einen Erinnerungsweg insbesondere für die Opfer des Nationalsozialismus. Das Besondere an diesem Projekt: Sie entwickelten den Weg digital und haben ihn eingebunden in die App „Orte der Erinnerung“, die kostenfrei in allen App-Stores zur Verfügung steht. Unterstützt wurden sie dabei von der Stadt Saarlouis sowie dem Adolf-Bender-Zentrum.

Mit den Projekten „Make News – Wir. Machen. Medien“ des Internationalen Bundes Südwest und „Spurensuche: Jüdisches Leben in Saarlouis vor der Shoah“ des Robert-Schuman-Gymnasiums haben es zwei weitere saarländische Projekte in die Endauswahl der Jury geschafft und bekamen hierfür eine Nominierungsauszeichnung.

„Dass auch in der aktuellen Wettbewerbsrunde erneut ein Projekt aus dem Saarland zur Abschlussveranstaltung eingeladen wurde, ist ein Zeichen dafür, mit welch hoher Qualität und großem Engagement die saarländischen Bildungseinrichtungen ihre demokratiefördernde Arbeit weiterentwickeln und stärken“, so Dr. Erik Harms-Immand, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes.

Das Junify Demokratiefestival ist gleichzeitig der Startschuss für die neue Ausschreibungsrunde. „Im Saarland gibt es sehr viele engagierte Kinder und Jugendliche, die sich mit hervorragenden Projekten in die Gesellschaft einbringen. Der Bundeswettbewerb ‚Demokratisch Handeln‘ ist eine tolle Gelegenheit, dieses Engagement bundesweit sichtbar zu machen und in einen spannenden Austausch mit anderen engagierten Jugendlichen zu kommen“, so Jörn Didas, Geschäftsführer des Adolf-Bender-Zentrums.

Bis zum 15. Dezember 2024 können schulische und außerschulische Projekte ihre Beiträge beim Wettbewerb einreichen. Das Adolf-Bender-Zentrum berät und unterstützt alle saarländischen Interessierten.

Weitere Informationen zum Wettbewerb, zum Anmeldeverfahren und zu den saarländischen Best-Practice-Projekten der diesjährigen Wettbewerbsrunde gibt es hier: Regionale Beratung „Demokratisch Handeln Saarland“ Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel Jörn Didas, Tel. (0 68 51) 8 08 27 90, E-Mail: info@adolf-bender.de.