Profitieren Radfahrer von der neuen Berliner Promenade?

Profitieren Radfahrer von der neuen Berliner Promenade?

Wie kann die neue Berliner Promenade mit dem Rad genutzt werden? Diese Frage stellt sich die Grünen-Stadtratsfraktion und lädt für kommenden Dienstag, 4. Juni, um 17 Uhr, zu einem einstündigen Rundgang ein.

Startpunkt ist der Parkplatz vor dem Finanzamt, Am Stadtgraben, in Saarbrücken.

Die Grünen-Stadtratsfraktion begrüßt die Neugestaltung der Berliner Promenade als "Steigerung der Attraktivität der Innenstadt", wie es in einer Pressemitteilung heißt. Allerdings wirft sie die Frage auf, ob auch die Menschen, die mit dem Rad in Saarbrücken unterwegs sind, von dieser Entwicklung profitieren. "Denn unter Umständen gilt es, mehrere Ebenen zu überwinden: von der Saar, der unteren Berliner Promenade zur oberen und von dort aus zur Bahnhofstraße, der Fußgängerzone und natürlich von der Bahnhofstraße runter zur Saar", heißt es weiter.

An der Freitreppe an der Wilhelm-Heinrich-Brücke könne man diese Höhenunterschiede bequem mit einem entsprechend großen Fahrstuhl überwinden. "Aber ist dies ausreichend für Radfahrer, für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder für Familien mit Kleinkindern, um die Angebote auf den verschiedenen Ebenen nutzen beziehungsweise bei Bedarf schnell wieder in die Fußgängerzone wechseln zu können?", fragt die Grünen-Stadtratsfraktion in ihrer Pressemitteilung. Oder müssten hierbei so große Umwege in Kauf genommen werden, dass eine umfangreiche Nutzung der neuen Promenade eben nicht für alle möglich sein wird?

Für den Rundgang am 4. Juni hätten sich bereits die Landesverbände des Allgemeinen Deutscher Fahrradclubs (ADFC) sowie des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) angemeldet. Auch der städtische Radverkehrsbeauftragte sei dabei.

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