1. Saarland

Premiere bei der Wallfahrt nach Trier

Premiere bei der Wallfahrt nach Trier

Trier/Sulzbach. In der Pfarrkirche St. Martin in Trier-Nord begann für die Gläubigen um Dechant Stefan Sänger der Pilgertag mit einem Gottesdienst. Das war für einen der Konzelebranten ein besonderer Moment, denn Pfarrer Raimund Mossmann ist gebürtiger Trierer und stammt aus der Pfarrei St. Martin, teilt das Bistum mit

Trier/Sulzbach. In der Pfarrkirche St. Martin in Trier-Nord begann für die Gläubigen um Dechant Stefan Sänger der Pilgertag mit einem Gottesdienst. Das war für einen der Konzelebranten ein besonderer Moment, denn Pfarrer Raimund Mossmann ist gebürtiger Trierer und stammt aus der Pfarrei St. Martin, teilt das Bistum mit. Der Spätberufene, der erst mit 50 Jahren zum Priester geweiht wurde, hatte seine Primiz 2002 im Saarland gefeiert, wo er seitdem im Einsatz ist. Deshalb war es für Mossmann der erste Gottesdienst in seiner Heimatpfarrei, an dem er selbst als Zelebrant beteiligt war.Der frühere Psychologe, der fast 25 Jahre in einer evangelischen Beratungsstelle arbeitete, ist heute Pfarrer in Dudweiler St. Marien, Herrensohr St. Marien und Jägersfreude St. Hubertus (SZ vom 8. Februar 2011).

"Für mich ist die Wallfahrt eine wenn auch theologisch schwierige Möglichkeit der Ökumene. Es ist interessant, dass es bei so einem Event viele ökumenische Aktivitäten gibt, auch wenn in den protestantischen Gemeinden eine gewisse Skepsis bemerkbar ist", sagte Mossmann, der zum Tag der Ökumene am 5. Mai wieder nach Trier kommen will.

Nach dem Gottesdienst in St. Martin zogen die Sulzbacher in einer Prozession zum Heiligen Rock, anschließend nahmen sie in Einzelgruppen die zahlreichen Angebote zur Wallfahrt wahr. Für Raphael (15), Marie (14), Franziska (14) und Dominik (14) bedeutete dies: "Wir helfen beim Second-Hemd-und-Hose-Markt vor der Jugendkirche mit, das macht bestimmt viel Spaß, gebrauchte Kleider zu verkaufen. So was haben wir noch nicht gemacht", sagt Dominik. Er ist nicht zum ersten Mal während dieser Wallfahrt in Trier: "Letzte Woche habe ich an einer Radwallfahrt mit Übernachtung teilgenommen, das war anstrengend, aber ein gutes Erlebnis. Es war auch sehr interessant, den Heiligen Rock zu sehen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob Jesus ihn wirklich getragen hat." Dekanatsreferent Lutwin Gilla und Gemeindereferent Patrik Theis, die Haupt-Organisatoren der Sulzbacher Pilgerfahrt, ziehen eine positive Bilanz: "Es war alles sehr gut organisiert und hat reibungslos funktioniert." Noch bis zum 13. Mai lädt das Bistum Trier zur Heilig-Rock-Wallfahrt ein. In dieser Zeit ist erstmals seit 1996 der Heilige Rock wieder im Trierer Dom zu sehen. Die Wallfahrt steht unter dem Leitwort: "Und führe zusammen, was getrennt ist". Der Heilige Rock ist die bedeutendste Reliquie des Trierer Doms. Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, soll ihn im 4. Jahrhundert nach Trier gebracht haben. red

Informationen rund um die Heilig-Rock-Wallfahrt gibt es im Internet oder im Wallfahrtsbüro, Tel. (0651) 71 05-80 12.

heilig-rock-wallfahrt.de