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Preisgeld fließt in den Klimaschutz

Preisgeld fließt in den Klimaschutz

Berlin/St. Wendel. Der Landkreis St. Wendel gehört zu den Gewinnern des Bundeswettbewerbs "Kommunaler Klimaschutz 2012", den das Bundesumweltministerium in Kooperation mit dem Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz ausgeschrieben hat

Berlin/St. Wendel. Der Landkreis St. Wendel gehört zu den Gewinnern des Bundeswettbewerbs "Kommunaler Klimaschutz 2012", den das Bundesumweltministerium in Kooperation mit dem Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz ausgeschrieben hat. Der Landkreis hat die Auszeichnung für seine kommunale Kooperationsstrategie "Null-Emission durch ländlichen Energiemix" erhalten. Das teilt die Kreisverwaltung mit.

20 000 Euro Preisgeld

Landrat Udo Recktenwald hat gestern den Preis im Rahmen der Konferenz "Mit der Energiewende kommunale Zukunft gestalten" in Berlin entgegengenommen. Das Preisgeld in Höhe von 20 000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Klimaschutzvorhaben zu investieren. Recktenwald: "Wir werden das Preisgeld dazu verwenden, unsere Netzwerkarbeit weiter auszubauen. Wir wollen möglichst viele Akteure für unser Ziel Null-Emission Landkreis St. Wendel gewinnen und weitere kommunale Initiativen anstoßen und umsetzen."

Bis zum Jahr 2050 will St. Wendel der erste Landkreis im Saarland werden, der den Status der bilanziellen Null-Emissions-Kommune hat. Die Grundidee der Strategie liegt in der Zusammenarbeit und Vernetzung zahlreicher Akteure aus unterschiedlichen Organisationen und Branchen. 2011 haben sie sich zusammengeschlossen und gemeinsam das Leitbild "Null-Emission durch ländlichen Energiemix" erarbeitet. Das Leitbild wurde anschließend einstimmig in allen politischen Gremien des Landkreises beschlossen. Hauptanliegen ist es, den Klimaschutz, die regionale Wertschöpfung sowie die regionale Identität zu stärken.

Die Vernetzung basiert auf drei organisatorischen Elementen: der Lenkungsgruppe Klimaschutz, dem Verein Zukunfts-Energie-Netzwerk St. Wendeler Land und der Energie-Projekt-Gesellschaft St. Wendeler Land. Die Lenkungsgruppe fungiert als Ideenschmiede und plant das Vorgehen. Sie besteht aus Mitgliedern der Kreisverwaltung, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Kulturlandschaftsinitiative sowie dem Umwelt-Campus in Birkenfeld. Die Gründung des Vereines Zukunfts-Energie-Netzwerks, in dem sich über 70 Mitglieder aus verschiedenen Bereichen in der Vorstandsarbeit sowie in den bisher fünf Fachgruppen engagieren, war ein weiterer Meilenstein. Die Fachgruppen haben eine beratende Funktion. Sie befassen sich mit den Themen Biomasse, Energieeffizienz, Öffentlichkeitsarbeit, Photovoltaik und Wärmepumpen sowie Windkraft. Für die Verwirklichung von Projekten im Bereich erneuerbare Energien ist schließlich die Energie-Projekt Gesellschaft verantwortlich. Gesellschafter sind die Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel, die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft sowie die beiden regionalen Kreditinstitute Kreissparkasse St. Wendel und St. Wendeler Volksbank. Die Gesellschaft hat die Aufgabe, gemeinsam mit Partnern wie zum Beispiel Landwirten, Vereinen und Bürgern Projekte in die Tat umzusetzen.

Beim Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz 2012" wurden insgesamt 163 Beiträge in drei unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Der Landkreis St. Wendel hatte sich in der Kategorie "Kommunale Kooperationsstrategien" beworben. In dieser Kategorie gab es 47 Bewerber, aus denen zwei Gewinner ausgewählt wurden, die jeweils ein Preisgeld von 20 000 Euro erhalten. red