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Posten-Schacher im Zoo

Posten-Schacher im Zoo

Saarbrücken. Der Saarbrücker Zoo soll sparen. Der Zuschussbedarf aus der Kasse der Landeshauptstadt soll die Zwei-Millionen-Euro-Marke nicht überschreiten. Das hatte der Stadtrat bereits vor drei Jahren beschlossen. Unter anderem wurde darüber diskutiert, die Personalkosten zu drücken. Doch nun wird hinter den Kulissen über eine Personalaufstockung geredet

Saarbrücken. Der Saarbrücker Zoo soll sparen. Der Zuschussbedarf aus der Kasse der Landeshauptstadt soll die Zwei-Millionen-Euro-Marke nicht überschreiten. Das hatte der Stadtrat bereits vor drei Jahren beschlossen.

Unter anderem wurde darüber diskutiert, die Personalkosten zu drücken. Doch nun wird hinter den Kulissen über eine Personalaufstockung geredet. Die CDU-Stadtratsfraktion will offenbar Zoodirektor Richard Francke einen kaufmännischen Direktor zur Seite stellen. Außerdem verfolgt die CDU ihr Ziel, aus dem Zoo, der jetzt ein so genannter Eigenbetrieb der Stadt ist, eine privatwirtschaftliche GmbH zu machen.

"Der kaufmännische Geschäftsführer ist Thema", bestätigte der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Peter Strobel, am Dienstag auf Anfrage. "Akut" sei die Schaffung der Stelle aber nicht. Auch "die GmbH-Lösung" sei "eine offene Frage", so Strobel. So offen, dass sich nach SZ-Informationen vor einigen Wochen der Wunsch-Zoo-Geschäftsführer der CDU, ein Parteimitglied, schonmal in der Fraktionssitzung vorgestellt hatte. Es gebe in seiner Fraktion Leute, die die Stelle gerne schnell schaffen würden, sagt Peter Strobel. Aber es sei "verrückt, wenn wir im Zoo eingreifen würden - womöglich auch noch gegen den Willen des zuständigen Dezernenten". Offene Türen hat die CDU mit ihrer Geschäftsführer-Idee beim für den Zoo zuständigen Kulturdezernenten Erik Schrader (FDP) tatsächlich nicht eingerannt. Der Zoo habe zum einen kein Geld für einen Vollzeit-Geschäftsführer, sagt Schrader. Zum andern "wird von Richard Francke und Wilhelm Brixius sehr gute Arbeit geleistet", betont der Dezernent. Brixius kümmert sich, gegen eine Aufwandsentschädigung, um die Zoo-Geschäftsführung.