Wadgassen Suche nach Gregorius-Leiche beginnt

Saarbrücken/Wadgassen · Ab Montag durchkämmen Polizei und Bundeskriminalamts-Experten Gelände bei Wadgassen.

Während drei seiner ehemaligen Kumpels aus dem früheren Rockermilieu weiter in Berlin und Saarbrücken in Untersuchungshaft sitzen, startet die Polizei ab Montag eine groß angelegte Suchaktion nach sterblichen Überresten von Peter Gregorius. Von dem Mann aus dem Völklinger Stadtteil Wehrden fehlt seit dem 17. September 1991 jede Spur. Seit Mai dieses Jahres gehen die Fahnder Hinweisen aus dem mutmaßlichen Umfeld der Tatverdächtigen nach, wonach Gregorius 1991 von seinen Bekannten umgebracht worden sein soll. Die Leiche, so heißt es, sei damals in einem Waldstück bei Wadgassen vergraben worden.

Etwa zwei Tage arbeiteten Bereitschaftspolizisten bislang daran, das mehrere hundert Quadratmeter große Gebiet für eine gezielte Suche vorzubereiten. Nach Polizeiangaben musste die Fläche unter anderem von Hecken und Gebüsch frei gemacht werden. Zwei archäologische Forensiker des Bundeskriminalamtes (BKA), die Erfahrungen von ähnlichen Suchaktionen haben, waren bereits vor Ort, um der Tatortbereitschaft des Landespolizeipräsidiums (LPP) Tipps und Hinweise für die Suche zu geben. Voraussichtlich zum Ende kommender Woche sollen unter anderem zwei speziell ausgebildete Leichenspürhunde zum Einsatz kommen. Bereits ab Montag ist geplant, dass Beamte der Bereitschaftspolizei auf dem Gelände mit Spezialwerkzeugen suchen. Auch die Tatortgruppe des LPP und drei Experten des BKA werden vor Ort arbeiten. Fraglich bleibt, ob nach 29 Jahren überhaupt noch sterbliche Überreste gefunden werden können. In dem Waldstück leben viele Wildschweine, die sich etwa von Aas ernähren.

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