Polizei sucht Ausbrecher jetzt "zentral"

Saarbrücken/Merzig. Nach dem Ausbruch dreier Straftäter aus der Saarländischen Klinik für Forensische Psychiatrie in Merzig am 28. April hat die saarländische Polizei gestern die Gründung einer zentralen Ermittlungsgruppe bekannt gegeben

 Sicherheitszaun um die Merziger Forensik. Foto: Ruppenthal

Sicherheitszaun um die Merziger Forensik. Foto: Ruppenthal

Saarbrücken/Merzig. Nach dem Ausbruch dreier Straftäter aus der Saarländischen Klinik für Forensische Psychiatrie in Merzig am 28. April hat die saarländische Polizei gestern die Gründung einer zentralen Ermittlungsgruppe bekannt gegeben. Die Gruppe mit dem Arbeitsnamen "Zaun" ist bei der Direktion Kriminalitätsbekämpfung des Landespolizeipräsidiums in Saarbrücken, dem früheren LKA, angesiedelt und soll nun die Fahndung nach den Ausbrechern leiten. Zuvor war die Fahndung dezentral von verschiedenen Polizei-Inspektionen im Land durchgeführt worden. Die Maßnahmen führten bisher nicht zu Erfolgen.Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber unserer Zeitung, warum die Ermittlungen erst nach fast zwei Wochen zentral geleitet werden: "Man kann nicht bei jedem Fall direkt eine zentrale Ermittlungsgruppe bilden. Normalerweise bleibt ein Fall immer zuerst bei der örtlichen Polizeibehörde. In diesem Fall in Merzig." Bisher wurden nach Angaben der Polizei die bekannten Adressen der Ausbrecher untersucht und Bekannte und Verwandte befragt. Aus der Bevölkerung seien "einige" Hinweise eingegangen. Die Auswertung der Ermittlungsergebnisse habe ergeben, dass sich die Ausbrecher im ganzen Saarland aufhalten könnten, möglicherweise auch im benachbarten In- oder Ausland. fre

Hinweise an die Polizei unter (06 81) 9 62 29 33.