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Politiker kassieren 25 Euro pro Sitzung

Politiker kassieren 25 Euro pro Sitzung

Völklingen. Fast eine Viertelmillion Euro, nämlich genau 221 489 Euro, gibt die Mittelstadt Völklingen jährlich für ihre Ratsarbeit aus. Das hat die Stadtverwaltung jetzt auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung mitgeteilt. Etwas mehr als die Hälfte davon, nämlich gut 115 000 Euro, gehen als Aufwandsentschädigung für die insgesamt 51 Stadtratsmitglieder raus

Völklingen. Fast eine Viertelmillion Euro, nämlich genau 221 489 Euro, gibt die Mittelstadt Völklingen jährlich für ihre Ratsarbeit aus. Das hat die Stadtverwaltung jetzt auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung mitgeteilt. Etwas mehr als die Hälfte davon, nämlich gut 115 000 Euro, gehen als Aufwandsentschädigung für die insgesamt 51 Stadtratsmitglieder raus. Rechnerisch ergibt das gut 2250 Euro im Jahr pro Ratsmitglied. Berechnet wird die Entschädigung pro Sitzung, an der ein Mitglied teilnimmt. Dabei ist es gleich, ob ein Kommunalpolitiker nun an einer Stadtratssitzung oder einer Sitzung eines der sechs Ausschüsse teilnimmt. Dies sind die Ausschüsse für Grundstücks- und Gebäudemanagement, Wirtschaft, Kultur und Sport, Kinder, Jugend und Soziales, Stadtentwicklung und Umwelt, der Hauptausschuss und der Rechnungsprüfungsausschuss. Sitzungsgeld gibt's auch im Beirat der Volkshochschule. Inklusive Fahrtkostenpauschale werden für die Teilnahme jeweils 25 Euro überwiesen. Die gleiche Entschädigung bekommen übrigens auch die Mitglieder des Integrationsbeirates und der Ortsräte von Völklingen, Ludweiler und Lauterbach. Zusätzlich zum Sitzungsgeld gibt es für die Stadtratsmitglieder noch eine monatliche Auslagenpauschale in Höhe von 160 Euro.Deutlich mehr bekommen die Fraktionsvorsitzenden, nämlich monatlich 300 Euro plus neun Euro pro Fraktionsmitglied. Beim Chef der mit 17 Mitgliedern stärksten Stadtratspartei CDU, Stefan Rabel, macht das also 453 Euro pro Monat. Aufwandspauschalen gehen auch direkt an die Fraktionen - nämlich ein Grundbetrag von 150 Euro und ein Pro-Kopf-Betrag von 42 Euro.

Blieben noch die Aufwandsentschädigungen für die drei Ortsvorsteher, die sich nach der Einwohnerzahl der Stadtteile berechnen. Sozialdemokratin Monika Roth steht dem größten Bezirk vor, der ganz Völklingen in den alten Grenzen vor der Gebietsreform umfasst. Ihr stehen monatlich 871 Euro zu. Dieter Peters (SPD), der dem Lauterbacher Ortsrat vorsteht, dagegen nur 274 Euro. Christine Blatt (SPD), welche die Geschicke Ludweilers mit ihrem Ortsrat bestimmt, bekommt für ihr Amt 347 Euro. Somit werden im städtischen Haushalt für das laufende Jahr folgende Posten stehen: Die Sitzungsgelder liegen bei 50 255 Euro, die Auslagenpauschalen an Stadtverordnete bei 115 080 Euro, die Auslagenpauschalen an die Fraktionen bei 37 800 Euro und die Aufwandsentschädigungen an Ortsvorsteher bei 18 354 Euro.