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Politik ist skeptisch
Saar-Politiker sehen Landessportverband noch nicht gerettet

(Symbolbild).
(Symbolbild). FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken . Mit Skepsis haben Politiker des saarländischen Landtages auf den Neuanfang beim angeschlagenen Landessportverband (LSVS) reagiert. Von dpa

Am Sonntag war Adrian Zöhler (48) zum neuen Präsidenten des hoch defizitären LSVS gewählt worden. „Aus einzelnen Verbänden gibt es nach wie vor Kritik - berechtigterweise“, sagte SPD-Fraktionschef Stefan Pauluhn am Montag. Er habe bei der Versammlung nicht immer den Eindruck gehabt, „dass alle schon verinnerlicht haben, was dort in den letzten Monaten alles passiert ist“. Insofern sei er froh, dass der neue Präsident das Thema Transparenz direkt aufgegriffen habe. „Die ist dringend notwendig“, sagte Pauluhn, „der LSVS ist noch nicht gerettet“.


Die Aussage des neuen Präsidenten wertete der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jochen Flackus, zunächst als Absichtserklärung. „Aber mehr Transparenz bedeutet beim LSVS ja nicht viel, denn die war bislang weit unter Null.“ Problem sei, dass sich an den Strukturen und der Satzung nichts geändert habe. Unverständlich sei, dass Mitgliederversammlungen nur alle drei Jahre stattfinden und Wirtschaftsprüfer nicht gewechselt werden sollen. Die Versammlung habe die Chance vertan, die verkrusteten Strukturen zu verändern und damit Konsequenzen aus dem Finanzskandal zu ziehen. CDU-Fraktionschef Alexander Funk sagte, zunächst müsse sich der LSVS aus eigener Kraft sanieren. Eine Arbeitsgruppe müsse dann über künftige Strukturen diskutieren. Selbstverständlich müsse auch die Politik einbezogen werden, „um unterstützend aber auch kontrollierend mit tätig zu sein, damit das Ziel "mehr Transparenz und bessere Kontrolle" in Zukunft auch gelingt.“