Politik im Saarland bewertet Vorwürfe von Matthias M. Kuhl als haltlos

Gondwana-Streit : Politik verliert Geduld mit Gondwana in Reden

Im Streit um die Zukunft des Dino-Parks Gondwana in Reden bekommt der Betreiber immer mehr Gegenwind aus der Landespolitik.

Gondwana-Betreiber Matthias Michael Kuhl hat im Streit mit der Landesregierung um angeblich nicht gehaltene Zusagen eine politische Schlappe einstecken müssen. Nach einer gemeinsamen Sitzung von Kultur- und Wirtschaftsausschuss des Landtags stellten sich die Parlamentarier hinter die Strategie der Landesregierung, in der aktuellen Auseinandersetzung mit dem Dino-Park-Betreiber keine weiteren Zugeständnisse zu machen. Kuhl hatte gegenüber dem Land, mit dem er bereits jahrelang gerichtlich im Streit lag, Ende Oktober neue Vorwürfe erhoben. Durch angeblich nicht korrekt verdichteten Baugrund unter seinen Hallen sollen Risse entstanden sein. Kuhl fordert Schadenersatz. Generell wirft er der landeseigenen Standort-Entwicklungsgesellschaft IKS Untätigkeit am sogenannten Erlebnisort Reden vor.

Diese Kritik bezeichnete die Linken-Abgeordnete Barbara Spaniol als „haltlos“. Die IKS-Geschäftsführung habe jeden Vorwurf „klar, plausibel und transparent“ widerlegt. „Kuhl ist entzaubert“, sagte sie. Auch die Vorsitzenden von Kultur- und Wirtschaftsausschuss, Frank Wagner (CDU) und Sarah Gillen (SPD), halten die Vorwürfe für ausgeräumt. „Nur immer den Knüppel rausholen, das bringt keine Glaubwürdigkeit“, sagte Wagner in Bezug auf Kuhls Verhalten. Bisher habe Kuhl keine schriftlichen Belege für seine Behauptungen vorgelegt. Er habe nur „Porzellan zerschlagen“. Für den SPD-Abgeordneten Jürgen Renner ist das Verhältnis zwischen Gondwana-Betreiber und Land „dauerhaft zerrüttet“: „Wir müssen uns den Standort langfristig wohl ohne Gondwana vorstellen“, sagte er. Die Landesregierung dürfe sich nicht auf veränderte oder neue Verträge mit Kuhl einlassen, nur um ihn zu halten. Zugleich wurde gestern beschlossen, Kuhl noch einmal Gelegenheit zu geben, den Parlamentariern Auskunft zu geben.

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