Platz für lebenslanges Lernen

Platz für lebenslanges Lernen

Lebach. Das Warten hat sich gelohnt. Monika Schmitt-Schorr, Schulleiterin des Berufsbildungszentrums Lebach, konnte es denn auch kaum glauben, als Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zur Eröffnung des Selbstlernzentrums ("Chancen für mehr Chancen") erschien. "Bei jedem Telefonklingeln dachte ich, das ist sie, jetzt sagt sie ab

Lebach. Das Warten hat sich gelohnt. Monika Schmitt-Schorr, Schulleiterin des Berufsbildungszentrums Lebach, konnte es denn auch kaum glauben, als Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zur Eröffnung des Selbstlernzentrums ("Chancen für mehr Chancen") erschien. "Bei jedem Telefonklingeln dachte ich, das ist sie, jetzt sagt sie ab." Hat sie aber nicht, im Gegenteil, sie nahm sich die Zeit, die man brauchte, um die neuen Räumlichkeiten des Selbstlernzentrums kennenzulernen. Und sie konnte sich kaum loseisen, als sie an einem der neuen PCs die Software ausprobierte. Und zwar in französischer Sprache. Kramp-Karrenbauer lobte denn auch das gute Konzept, schließlich höre Lernen nie auf.20 Arbeitsplätze sind in der Hauptstelle in der Friedensstraße geschaffen worden, weitere sollen in der Dörrenbachstraße bis März 2012 folgen.

Das Saarland gewährt unter finanzieller Beteiligung der Europäischen Gemeinschaft aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung Zuwendungen für den Ausbau der bestehenden Berufsbildungszentren zu Innovations- und Zukunftszentren. Ziel ist es, Kompetenzzentren zu schaffen, die in bestimmten Technik- und Berufsbereichen die neuesten technischen und didaktischen Entwicklungen vorbildhaft gestalten, sodass alle anderen schulischen und außerschulischen Partner an der Entwicklung der Innovations- und Zukunftszentren beitragen können.

Dadurch sollen auch regionale wirtschaftliche Zusammenhänge im Handwerk und in der Industrie gestärkt und der Strukturwandel im Saarland bildungsseitig nachhaltig unterstützt werden.

Auf dieser Grundlage hat der Landkreis Saarlouis am BBZ Lebach ein Selbstlernzentrum eingerichtet. Dort sollen Jugendliche und Erwachsene befähigt werden, mit Hilfe von modernen Netzwerk-PCs und geschulten Lernberatern selbstständiges, individuelles Lernen zu lernen. Lerninhalte können PC-Kenntnisse, Sprachen, naturwissenschaftliche, technische und kaufmännische Lerngebiete sein ebenso wie selbstständiges Recherchieren.

Partner des BBZ Lebach ist das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz, das die Schulung der Lernberater übernimmt und die Selbstlernsoftware zur Verfügung stellt. André Günther: "Wir liefern die Konzepte, die Organisation übernimmt die Schule."

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 134 000 Euro, hiervon zahlt die EU 67 000 Euro, das Land und der Kreis übernehmen jeweils rund 33 500 Euro.