1. Saarland

Plädoyer für Komplett-Abbau von Verkehrsinseln

Plädoyer für Komplett-Abbau von Verkehrsinseln

Lauterbach. Die Stadt Völklingen hat in der Lauterbacher Hauptstraße damit begonnen, die umstrittenen Verkehrsinseln wieder abzubauen. Wobei eine der vier Inseln bleiben soll (wir berichteten bereits). Dazu hat nun der ADAC einen Brief an Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig geschrieben

Lauterbach. Die Stadt Völklingen hat in der Lauterbacher Hauptstraße damit begonnen, die umstrittenen Verkehrsinseln wieder abzubauen. Wobei eine der vier Inseln bleiben soll (wir berichteten bereits). Dazu hat nun der ADAC einen Brief an Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig geschrieben. Der Automobilclub begrüße den Rückbau ausdrücklich, heißt es in dem Schreiben, das Klaus Hardt, Vorstand Technik und Verkehr des Clubs, unterzeichnet hat. Jedoch "bedauern wir, dass Sie sich nicht entschließen konnten, auch die Einengungen am Dorfeingang (Höhe Firma Boor) zu entfernen". Nach ADAC-Ansicht spricht nichts dafür, diese Hindernisse beizubehalten; auch das Gutachten eines Fach-Büros liefere dafür keine Anhaltspunkte: "Die Einengung hat keinen positiven Einfluss auf das Geschwindigkeitsverhalten und das Unfallgeschehen in der Ortsdurchfahrt." Ganz im Gegenteil, meint der ADAC: Solche "Einzelmaßnahmen" seien vielmehr unfallträchtig. Das hätten auch Experimente an Ortseinfahrten gezeigt, die man Anfang der 1990er Jahre unternommen habe. Diese seien "wegen ihrer Unfallträchtigkeit und Wirkungslosigkeit" bald beendet worden. Der ADAC plädiert daher für "Konsequenz", nämlich für einen Komplett-Abbau der Inseln. Die Stadt Völklingen hatte die Hindernisse Ende 2006 nach zahlreichen Bürgerbeschwerden über so genannte Raser gebaut. Sie investierte dafür rund 80 000 Euro aus dem kommunalen Haushalt. Wegen ihrer Konstruktion weckten die Inseln jedoch schnell neue Proteste; Anwohner demonstrierten mit Plakaten gegen die Hindernisse. dd