Pingussion-Bau - Es geht um Akzeptanz von Politik und Denkmalschutz

Kommentar : Es geht um Akzeptanz von Politik und Denkmalschutz

Der Pingusson-Bau ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler des Saarlandes. Er sollte erhalten werden. Doch um jeden Preis? Schon die aktuell diskutierten 53 Millionen Euro wären vielen Menschen im Land nur schwer vermittelbar.

Dies liegt an der Höhe der Summe, aber auch an vielen anderen Problemen und Aufgaben im Land, für die dringend Geld benötigt wird. Erschwerend kommt hinzu, dass das Land bei Bauprojekten immer wieder Millionen im Sand versenkt hat – Geld, das von Steuerzahlern in der Regel hart erarbeitet werden musste.

Und was passiert, wenn die Sanierung der früheren französischen Botschaft am Ende 75 Millionen oder gar 100 Millionen Euro kostet? Ein derartiger Anstieg wäre bei einem solchen Projekt nicht völlig ungewöhnlich. Eine Kostenexplosion wie beim Saarbrücker Museums-Anbau könnte aber die Akzeptanz der Politik und des Denkmalschutzes schwer beschädigen. Ein sanierter Pingusson-Bau wäre dann nicht nur ein wertvolles Kulturgut, sondern auch eine Belastung, die andere Denkmalschutzprojekte im Land gefährden würde. Realitätssinn und Seriosität sind gefragt.

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