Pfosten als Stehaufmännchen

Pfosten als Stehaufmännchen

St. Ingbert. Kaum steht er wieder, wird er wieder umgefahren. So könnte man in Kurzform das Schicksal eines Pfosten an einer Verkehrsinsel in der Straße "Im Schmelzerwald" in Höhe der Erweiterten Realschule beschreiben. Reinhold Kolb, der in der Nähe wohnt, dokumentiert seit über zehn Jahren, dass der Pfosten in schönster Regelmäßigkeit am Boden liegt

St. Ingbert. Kaum steht er wieder, wird er wieder umgefahren. So könnte man in Kurzform das Schicksal eines Pfosten an einer Verkehrsinsel in der Straße "Im Schmelzerwald" in Höhe der Erweiterten Realschule beschreiben. Reinhold Kolb, der in der Nähe wohnt, dokumentiert seit über zehn Jahren, dass der Pfosten in schönster Regelmäßigkeit am Boden liegt. "Der Pfosten wird ständig umgefahren, weil er so dicht an der Straße steht", so die Beoachtung von Kolb. Ihm ist aufgefallen, dass diese Warnpfosten an anderen Stellen in der Stadt in den Verkehrsinsel stehen und nicht - wie "Im Schmelzerwald" - davor. Kolb fragt sich, warum der Pfosten im Schmelzerwald nicht auch versetzt wird. "Es wurde schon so viel Geld ausgegeben, um die Pfosten immer wieder zu erneuern", sagt Kolb. Und fordert eine Lösung für das Problem.Normalerweise sollen solche Pfosten an Verkehrsinseln, Baken genannt, darauf aufmerksam machen, dass etwas in die Fahrbahn ragt. Doch in der Straße "Im Schmelzerwald" kommt ihnen noch eine weitere Aufgabe zu, wie Frank Model, Leiter der städtischen Abteilung für Verkehr und ÖPNV, erklärt. "Die Pfosten sind aufgestellt, damit dort keiner parken kann." Denn gerade am Vormittag, wenn die Schüler mit eigenem Auto oder dem Bus die nahegelegenen Schulen ansteuern, herrsche dort jede Menge Verkehr. Es müssen freie Räume bleiben, um dem Gegenverkehr Platz machen zu können.

Deshalb ist es für Model keine Lösung, die Bake in der bepflanzten Verkehrsinsel aufzustellen. "Wenn wir den Pfosten versetzen, könnte vor der Insel wieder ein Pkw parken." Wie viele Pfosten in den vergangenen Jahren bereits beschädigt oder umgefahren worden sind, kann Model nicht sagen. Für die Zukunft soll eine neue Art der Pfosten das Problem in der Straße "Im Schmelzerwald" lösen. "Es gibt auf Kunststoff basierende Pfosten, die nachgeben und sich von alleine wieder aufstellen", erklärt der Verkehrsexperte. Erfahrungen habe man mit dieser neuen Gerneration an Bake noch nicht sammeln können, aber man werde es jetzt ausprobieren. evy

Dieser Pfosten in der Straße "Im Schmelzerwald wird regelmäßig beschädigt. Foto: SZ.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von Leser-Reporter Reinhold Kolb. Haben auch Sie Spannendes zu erzählen und sogar Fotos gemacht? Dann schicken Sie uns alles als Leser-Reporter per E-Mail an leser-reporter@sol.de oder über unser Onlineformular unter www.saarbrucker-zeitung.de/leserreporter.