PersönlicheRevanchegelüste

PersönlicheRevanchegelüste

SPD SulzbachPersönlicheRevanchegelüsteZum Bericht "Zoff in der Sulzbacher SPD" - Saarbrücker Zeitung vom 26. März "Leute, die schon längst Geschichte sind, aber das nicht wahrhaben wollen", sind nach Meinung von Helmut Habermann für seine Abwahl als Sulzbacher SPD-Ortsvereinsvorsitzender verantwortlich

SPD SulzbachPersönlicheRevanchegelüsteZum Bericht "Zoff in der Sulzbacher SPD" - Saarbrücker Zeitung vom 26. März "Leute, die schon längst Geschichte sind, aber das nicht wahrhaben wollen", sind nach Meinung von Helmut Habermann für seine Abwahl als Sulzbacher SPD-Ortsvereinsvorsitzender verantwortlich. Damit meint er wohl, dass wir Ältere uns besser ganz aus der Politik raushalten sollen. Was für Folgen das für unsere Vereine und Parteien hätte, brauche ich nicht zu schildern. Jeder weiß, die Generation "60 Plus" ist die Stütze des Ehrenamts in unserer Gesellschaft, gerade in einer alternden Stadt wie Sulzbach. Ich bin froh, dass sich fähige und landesweit anerkannte Persönlichkeiten wie die frontal angegriffenen Karl-Heinz Trautmann und Jürgen Rischar noch in der Sulzbacher SPD zu Wort melden. Außerdem hoffe ich, dass sich dort eines Tages wieder Leute durchsetzen, die nicht ihre persönlichen Befindlichkeiten und Revanchegelüste über das Wohl der Stadt und ihrer Bürger stellen. Lotti Höwer, Sulzbach SonderstatusRegelung war politisch gewolltPro und Contra zum Dudweiler Sonderstatus - Saarbrücker Zeitung vom 27./28. MärzMit Interesse habe ich die Beiträge Pro und Contra zum Dudweiler Sonderstatus gelesen, wobei die Bezeichnung "Kreisgebietsreform" völlig daneben ist, denn es handelt sich um die am 1. Januar 1974 in Kraft getretene Gebiets- und Verwaltungsreform für das gesamte Land. Auch die Bezeichnung "Beruhigungspille" ist falsch. Erlauben Sie mir, einige Fakten zur Klarstellung anzuführen: Ich weiß, wovon ich rede. Als damaliger 1. Beigeordneter der Stadt Dudweiler, Mitglied der CDU-Landtagsfraktion und Mitglied des Ausschusses für die Gebiets- und Verwaltungsreform war ich unmittelbar an der Gesetzgebung beteiligt. Gesetzestechnisch wurde Dudweiler auch nicht in die Landeshauptstadt eingemeindet, sondern die betroffenen Gemeinden, die Stadt Dudweiler und die Landeshauptstadt wurden aufgelöst und zu einer neuen Stadt mit dem Namen Saarbrücken zusammengelegt. Gleichzeitig wurde Saarbrücken in Bezirke eingeteilt, wobei Dudweiler eine eigene Verwaltung mit einem hauptamtlichen Bezirksbürgermeister erhielt. Die Regelung für Dudweiler war politisch gewollt, weil Dudweiler 1962 die Stadtrechte erhalten hatte und mit damals fast 30 000 Einwohnern ein wohlfunktionierendes Gemeinwesen war. Ohne diesen so genannten Sonderstatus wäre es nicht zu der Gebietsreform für Saarbrücken gekommen. Es war also keine Beruhigungspille, sondern eine conditio sine qua non. Was auch immer übersehen wird, wenn es um die Kosten des Sonderstatus geht: Dudweiler hatte die Schlüsselzuweisungen für Saarbrücken im Rahmen des kommunalen Finanzausgleiches beträchtlich erhöht. Wäre Dudweiler heute nicht mehr Bestandteil der Landeshauptstadt, würden sich die Zuweisungen entsprechend verringern. Ferdi Behles, DudweilerSo rechnen MilchmädchenZum gleichen ThemaEs ist eine Milchmädchenrechnung, die mit dem Artikel über den Stadtbezirk Dudweiler gemacht wurde. Die Bürger und Bürgerinnen von Dudweiler haben in der Befragung vor der Verwaltungs- und Gebietsreform von 1974 fast mit 100 Prozent gegen die Eingemeindung nach Saarbrücken gestimmt. Die Kommunen Kleinblittersdorf und Riegelsberg blieben von einer Eingemeindung nach Saarbrücken verschont. Dudweiler mit rund 30 000 Einwohnern wurde eingemeindet. Die Bürger wurden zur Mithaft für die Stadt Saarbrücken herangezogen. Die Landeshauptstadt leistet sich den Luxus einer Oberbürgermeisterin, von fünf Beigeordneten und von zwei Verwaltungsdezernenten. Sie hat große und teure Pläne für eine Stadt am Fluss und rechnet vor, dass bei der Verwaltung des Stadtbezirks Dudweiler 400 000 Euro eingespart werden könnten. Norbert Jung, Dudweiler Nur Nachteilefür die BürgerZum gleichen Thema Die Bezeichnung Sonderstatus Dudweiler bedeutet eigentlich bürgernahe Verwaltung. Ein Status, den alle Stadtbezirke anstreben sollten. Bei Verlegung der Dudweiler Verwaltungsstellen nach Saarbrücken wird kein Euro gespart (siehe Stadtratsbeschluss zur Sicherung der Arbeitsplätze des Personals). Allerdings kommen dann auf jeden Dudweiler Bürger erhebliche Kosten und Zeitaufwand zu, der besonders unserer älter werdenden Gesellschaft erhebliche Nachteile bringen würde. Fazit: Synergieeffekte gleich null. Nur Nachteile für die Bürger. Ich stimme Alexander Will zu, dass es sich gebietet, jedes Sparpotenzial zu nutzen. Aber haben sich der Stadtrat und Frau Britz daran auch orientiert? Offensichtlich nicht. Denn obwohl das Spargutachten "inoffiziell" bereits bekannt war, sind noch schnell drei Dezernenten ernannt worden, die nun ihre hoch dotierten Gehälter zehn Jahre beziehen. Ein weiterer Punkt: "Stadtmitte am Fluss". Es ist richtig und wichtig, wenn Stadtrat und OB Visionen entwickeln. Aber absoluter Luxus, angesichts von 650 Millionen Euro Schulden plus Projektkosten von (minimal) 370 Millionen Euro. Arno Gaber, DudweilerWenn wir könnten, wie wir wolltenZum gleichen Thema Mein Eindruck der diktatorischen Demokratie erhärtet sich. 1974 wurden wir - entgegen über 90 Prozent der Dudweiler Bürger - eingemeindet. Somit gab es für die Stadt Saarbrücken prima Baugelände, Steuererhöhungen und alles, was den Stadtsäckel erfreut. Damit die Dudweiler "Grammetschler" den Mund halten, bekamen sie den Sonderstatus. Frau Britz glaubt, nur "gewisse Kreise in Dudweiler" seien emotional betroffen. Von wegen! Wenn wir könnten, wie wir wollten, müsste sich zuerst das Rathaus Saarbrücken von Mitarbeitern und Dezernenten trennen, um mit gutem Beispiel voranzugehen. So viel, wie in Dudweiler in den letzten Jahren gespart wurde, ist unanständig. Wir haben einen Bezirksbürgermeister als "König ohne Land". Bei dem Sparpotenzial bis zu 400 000 Euro bei acht Stellen interessiert mich, ob die Gehälter der Saarbrücker Bediensteten ebenfalls so hoch sind - oder ist diese Angabe getürkt? Pia Michels, Dudweiler