1. Saarland

Persönliche Daten von Saar-Politikern geleakt

Leaks : Persönliche Daten von Saar-Politikern veröffentlicht

Die Veröffentlichung massenhafter Daten, die angeblich von Politikern auf Bundes- und Landesebene stammen sollen, sorgt für Aufregung. Auch einige saarländische Politiker sind betroffen.

Nach Informationen des rbb-Inforadios wurden große Mengen persönlicher Daten und Dokumente von hunderten Politikern über Twitter veröffentlicht. Betroffen seien alle im Bundestag vertretenen Parteien mit Ausnahme der AfD. Wie der SR meldete, stehen auch einige Politiker aus dem Saarland auf der Liste der Hacker. Neben Daten der ehemaligen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer seien auch Informationen über Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, die Bundestagsabgeordneten Markus Uhl und Nadine Schön (alle CDU) sowie Alexander Funk, CDU-Fraktionschef im Landtag des Saarlandes, veröffentlicht worden.

Von der SPD seien nach Angaben des SR Außenminister Heiko Maas, der Bundestagsabgeordnete Christian Petry und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger von Leaks betroffen. Von den Grünen landeten auf der Liste der Hacker der Bundestagsabgeordnete Markus Tressel, die ehemalige Bundesvorsitzende Simone Peter und der frühere Landesvorsitzende Hubert Ulrich. Ebenfalls betroffen sind Thomas Lutze (die Linke) und Oliver Luksic (FDP).

Die genauen Hintergründe waren am Freitagmorgen noch völlig unklar. Der Inhaber des genannten Twitter-Accounts beschreibt sich selbst mit Begriffen wie Security Researching, Künstler, Satire und Ironie.

Die angeblichen Leaks wurden dem rbb-Bericht zufolge am Donnerstagabend bemerkt und beschäftigen seitdem die Partei- und Fraktionsführungen. Veröffentlicht wurden vor allem Handynummern und Adressen, aber zum Teil sehr persönliche Daten wie Personalausweise, Chats, Briefe, Rechnungen oder Kreditkarteninformationen. Ob alle Daten authentisch sind, ist offen.

Die längste Liste mit bundesweiten Daten ist die der CDU/CSU mit 410 Namen, auf der SPD-Liste sind Daten von 230 Politikern veröffentlicht. Außerdem sind 106 Grünen-Politiker betroffen, 91 Linken-Politiker und 28 FDP-Politiker. In den allermeisten Fällen wurden lediglich Telefonnummern veröffentlicht, häufig auch Personalausweis-Kopien, Briefe an die eigene Partei oder interne Bewerbungsschreiben. Besonders viele persönliche Informationen wurden von Grünen-Chef Robert Habeck veröffentlicht, große Datenmengen gibt es auch von Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz.

(dpa)