1. Saarland

Perl-Besch ist nicht mehr zu retten

Perl-Besch ist nicht mehr zu retten

Perl-Besch/Theley. Das war's: Die Fußballer der SG Perl-Besch sind nach einem Jahrzehnt in der höchsten saarländischen Spielklasse nun endgültig abgestiegen. Das Schlusslicht der Saarlandligist unterlag am Samstag dem zuvor sechs Spiele in Folge sieglosen VfB Theley vor 150 Zuschauern im Schaumbergstadion mit 0:2 (0:1)

Perl-Besch/Theley. Das war's: Die Fußballer der SG Perl-Besch sind nach einem Jahrzehnt in der höchsten saarländischen Spielklasse nun endgültig abgestiegen. Das Schlusslicht der Saarlandligist unterlag am Samstag dem zuvor sechs Spiele in Folge sieglosen VfB Theley vor 150 Zuschauern im Schaumbergstadion mit 0:2 (0:1). Zwei Spieltage vor Saisonschluss hat die SG damit acht Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz (bei dem wahrscheinlichen Fall eines saarländischen Absteigers aus der Oberliga). Der VfB Theley vergrößerte dagegen seinen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf fünf Zähler. Theley profitierte dabei auch vom 0:0 des SC Gresaubach im Kellerduell gegen den FC Palatia Limbach.Freudentänze gab es bei den Hausherren nach dem Schlusspfiff aber nicht. Stattdessen schien es so, als sei vielmehr eine große Anspannung von den Spielern abgefallen. "Endlich haben wir wieder gepunktet", atmete auch VfB-Stürmer Marc Schilly auf. Zuletzt hatte seine Elf sechs Mal in Folge verloren und war dadurch noch einmal tief in den Abstiegs-Schlamassel gerutscht.

Dass es jetzt wieder ein Sieg wurde, daran hatte Schilly großen Anteil. Denn er erzielte gegen Perl beide Treffer für Theley. "In so einem entscheidenden Spiel doppelt zu treffen, ist natürlich eine große Sache", freute sich der Angreifer.

Dabei hatte der Doppel-Torschütze mit der Nummer elf in der elften Minute noch Riesenpech gehabt. Schillys Schuss von halblinks ging zuerst an den linken, dann an den rechten Innenpfosten und sprang dann ins Feld zurück. "Das hat mich aber nur noch mehr angestachelt", erklärte Schilly lachend. In der 29. Minute war es dann soweit: Nach einer Freistoß-Hereingabe von Daniel Dworowy köpfte Jan Morsch das Leder aus fünf Metern an die Latte, den abprallenden Ball köpfte Schilly zum 1:0 ins linke Eck. Ein Freistoß von der Außenposition war auch der Ausgangspunkt des zweiten VfB-Treffers in der 48. Minute. Dieses Mal brachte Kai Schäfer den Ball vors Tor. In der Mitte konnte die Gäste-Abwehr nicht richtig klären. Das Leder kam zu Schilly, und der beförderte die Kugel per Seitfallzieher über die Linie.

Während Theley nun beste Karten auf den Ligaverbleib hat, ist Perl-Besch auch rechnerisch nicht mehr vor dem Sturz in die Verbandsliga zu retten. "Wir haben verdient verloren", musste Perl-Beschs Spielertrainer Maik Sieren zugeben. "Wir haben nur 21 Punkte und in der Rückrunde gegen alle direkten Konkurrenten verloren. Es hat uns das Quäntchen Glück gefehlt, aber teilweise auch die Klasse, um in der Liga zu bleiben", analysierte der Trainer.

Die SG will sich nun nach dem Abstieg in der Verbandsliga etablieren. Sieren: "Wir versuchen, den Kader zu halten und dann einen ordentlichen Mittelfeldplatz zu belegen. Um direkt wieder aufzusteigen, wäre eine erhebliche Leistungssteigerung nötig." Sieren wird die SG auch in der kommenden Runde - mit Andy Herbst als Co-Trainer - trainieren. "Es hat uns teilweise auch die Klasse gefehlt, um in der Liga zu bleiben."

Maik Sieren, Spielertrainer der SG Perl-Besch