1. Saarland

Pavillon erfährt große Zustimmung

Pavillon erfährt große Zustimmung

Saarlouis. Motzen, Träumen, Modellieren heißt es für eine Schülergruppe der Johann-Hinrich-Wichern-Schule - Staatliche Förderschule soziale Entwicklung Saarlouis (JHW). In dieser Reihenfolge erarbeiten sie im Rahmen einer Zukunftswerkstatt eigene Ideen und Vorschläge für die Neugestaltung ihres Schulhofes

Saarlouis. Motzen, Träumen, Modellieren heißt es für eine Schülergruppe der Johann-Hinrich-Wichern-Schule - Staatliche Förderschule soziale Entwicklung Saarlouis (JHW). In dieser Reihenfolge erarbeiten sie im Rahmen einer Zukunftswerkstatt eigene Ideen und Vorschläge für die Neugestaltung ihres Schulhofes.Erst zum Beginn des letzten Schuljahres ist die JHW von Wallerfangen in das Gebäude der früheren Ludwigschule nach Saarlouis gezogen. Ein Großteil des alten Schulhofes ist heute vom Schulgelände abgetrennt und dient als öffentliche Parkfläche. Was bleibt, sind eine asphaltierte Fläche und ein Garten zwischen dem Schulgebäude und der nebenliegenden Sporthalle.

Diese Bereiche sollen nun neu gestaltet werden. Neben weiteren Faktoren, wie der Finanzierbarkeit, spielen auch die Wünsche der Schüler selbst eine Rolle. "Über die Umsetzung entscheidet der Schulträger", erklärte Ina Kunz vom Beratungszentrum Kobra den Schülern beim zweiten Treffen der Zukunftswerkstatt, "aber ihr habt eine wichtige Stimme."

Im Filmsaal der Schule hat sich dazu eine Gruppe von zehn Schülern versammelt, um dort auf eine "Traumreise" zu gehen. Bei entspannter Musik stellten sie sich vor, wie ihr idealer Schulhof aussehen sollte: "Was machen die Kinder in der Pause? Wie sehen die Hauswände aus? Welche Schulhofelemente seht ihr?", fragte Kunz die Teilnehmer aus den Klassenstufen vier bis neun. Die Ideen wurden dann gesammelt und gewichtet.

Drei Vorschläge lagen dabei vorne: Die älteren Schüler möchten einen Rückzugsraum, etwa in Form eines Pavillons. Daneben wünschte sich die Gruppe einer Ballsportart wie Basketball oder Fußball nachgehen zu können - dazu wurde ein Multifunktionsfeld vorgeschlagen. Zudem würden die Schüler gerne ein Graffiti mit dem Schullogo an der Wand der Sporthalle anbringen, die den Schulhof von einer Seite eingrenzt.

Der "Traumreise" voraus ging die "Motzphase". Dabei durften die Schüler offen kritisieren, was ihnen am Schulhof nicht gefällt. "Zu wenig Platz, keine Angebote, was da ist, ist kaputt, dreckig und stinkt", fasst Kunz die Ergebnisse der Motzphase auf zusammen. "In Wallerfangen gab es viele Angebote - die fehlen hier. Wir überlegen jetzt, wie wir die Ideen in den gegebenen Rahmenbedingungen umsetzen können." In einem letzten Schritt werden die Schüler ihre Ideen in einem Modell umsetzen.

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