1. Saarland

Passen statt prellen

Passen statt prellen

Bosen. Am Strandbad des Bostalsees zeigte sich der Basketball-Sport am vergangenen Samstag von einer ganz anderen Seite. Denn beim Beach-Basketball mit Mixed-Teams bekommt dieser Sport einen besonderen Charakter. Das Prellen des Balles ist auf Sand natürlich nicht möglich, somit muss er nach zwei Schritten statt geprellt gepasst werden

Bosen. Am Strandbad des Bostalsees zeigte sich der Basketball-Sport am vergangenen Samstag von einer ganz anderen Seite. Denn beim Beach-Basketball mit Mixed-Teams bekommt dieser Sport einen besonderen Charakter. Das Prellen des Balles ist auf Sand natürlich nicht möglich, somit muss er nach zwei Schritten statt geprellt gepasst werden. Fällt das Spielgerät in den Sand, kommt es meist zu einem Gerangel. Denn derjenige erhält den Ball, der ihn zuerst berührt."Diese Variante des Spiels ist ein gutes Training und macht jede Menge Spaß", sagte Julia Contelly. Sie war mit Fee Zimmermann, Joana Meyer und Kristin Schmidt angetreten. Die vier Spielerinnen zählten zu den Favoritinnen für den Turniersieg. Sie spielen normalerweise für die U19 des TV Saarlouis und wurden dieses Jahr deutscher Meister in dieser Altersklasse. Im Vorjahr wurden sie Zweite beim Beach-Basketball - und dieses Mal wollten sie gewinnen. Aber wie 2011 reichte es für die als "Die Küken und der Hahn" angetretene Mannschaft nicht ganz. Die vier Jungs vom "TV Sand Wenzel" setzten sich in einem packenden Finale mit 19:17 gegen die "Küken" durch - und feierten bei der dritten Auflage des Turniers den dritten Titelgewinn. Die "Küken" trugen die Niederlage mit Fassung, schließlich stand der Spaß im Vordergrund. Hahn bei den Küken war übrigens Ingobert Schmidt, der Vater von Kristin, der ebenfalls zum Einsatz kam.

Wie die Zweitplatzierten ließen sich viele Mannschaften ausgefallene Namen einfallen. Wer bei "Muschgels Kraftprotze" dachte, es handele sich um gestählte Sportler im Türsteher-Format, der wurde enttäuscht. Die Kraftprotze waren sieben Jugendspielerinnen und ein Spieler des TV St. Ingbert. Und bei "Muschgel" handelte es sich um einen eher schlaksigen Mann namens Jürgen Rymann. Dass seine Mannschaft " wenig Erfolg hatte, war ihm nicht wichtig: "Wir haben alles verloren, was soll's. Für uns ist der Spaß das A und O." Der Hobby-Basketballer hatte keine Mühe, eine Mannschaft zusammenzustellen: "In den vergangenen Jahren habe ich immer Spielerinnen für ein Mixed-Team gesucht, dieses Jahr haben sie mir fast die Bude eingerannt."

Der Vorteil bei Mixed-Teams war es, dass ein Korb von Spielerinnen zwei Punkte statt einen zählte. Die Mannschaft "Alle lieben Lisa" war auch gemischt gestartet. Sie stammte vom Veranstalter Nordsaar Baskets. Ihren Teamnamen widmete sie Jugendtrainerin Lisa Müller. Auch der zweite Vorsitzende Markus Düsterheft spielte in dieser Truppe mit. Er war wie alle Teilnehmer begeistert vom Beach-Basketball: "Durch das Wegfallen des Dribblings verringern sich die Einzelaktionen. Das Mannschaftsspiel wird noch mehr gefordert." Freuen konnte er sich bei der dritten Auflage des Turniers nicht nur über das herrliche Wetter, das mit dem Strandbad das perfekte Ambiente für einen Wettkampf mit Urlaubs-Gefühl bot. Es kamen auch vier Mannschaften mehr als im Vorjahr und das Einzugsgebiet hat sich erweitert. Mit den "Terminators" war sogar ein Team aus Bad Kreuznach angetreten. Es wurde nach einem Sieg gegen die "Sanderletten" Dritter.

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