Partnerschaft mit Karpaten-Provinz

Partnerschaft mit Karpaten-Provinz

Saarpfalz-Kreis. In der Kreistagssitzung am Dienstag wurden außer dem Haushalt noch weitere Themen behandelt, darunter die geplante Partnerschaft mit dem polnischen Landkreis Przemysl

Saarpfalz-Kreis. In der Kreistagssitzung am Dienstag wurden außer dem Haushalt noch weitere Themen behandelt, darunter die geplante Partnerschaft mit dem polnischen Landkreis Przemysl. Warum sucht sich der Saarpfalz-Kreis ausgerechnet einen Kreis aus, der an der Grenze zur Ukraine liegt, also dort, wo selbst das ohnehin schon weit entfernt gelegene Polen noch unerreichbarer scheint?"Das liegt schon länger zurück", erläuterte Hans Bollinger, der Leiter des Ökologischen Schullandheims "Spohns Haus" in Gersheim, der schon seit längerem Kontakte in diese Region pflegt. Das Saarland unterhalte bereits eine Partenschaft zur der Karpaten-Provinz Karpatski, die im Grenzbereich zur Ukraine liege, weil es vor 20 Jahren die Initiative "Begegnungen an der Grenze" gab und das Saarland sich damals mit anderen Grenzregionen verbunden hatte. Der Kontakt zwischen dem Saarland und der Karpaten-Region sei eng und herzlich, so Bollinger.

Es gebe 16 saarländische Schulpartnerschaften mit Polen, allein acht oder neun davon im Saarpfalz-Kreis. Auch Peter Nagel (CDU) betonte, er sei "sehr dafür". Und so wird am 13. Mai um 19 Uhr in Homburg eine polnische Delegation erwartet, die den Partnerschaftsvertrag mit dem Saarpfalz-Kreis unterzeichnen wird. Die Sprache sei keine Hürde, so Bollinger, "die Saarpfälzer und die Polen sprechen Englisch miteinander, das geht auch."

Ferner wird es im Kreis ein Modellprojekt geben "für den Aufbau früher Hilfen zum Erhalt und zur Verbesserung der psychischen Gesundheit im Alter." Landrat Clemens Lindemann begrüßte dies, zumal auch schon am Uniklinikum der Schwerpunkt Demenzforschung betrieben werde, "das ergänzt sich großartig". Noch ein Nachtrag zur Abstimmung über den Haushaltsplan des Kreises: Bei der Abstimmung zu Haushalt stimmten die beiden anwesenden Vertreter der Partei Die Linke dagegen, es gab auch zwei Enthaltungen.

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