Partner packen bei Hilfe für Kinder- und Jugend noch eins drauf

Partner packen bei Hilfe für Kinder- und Jugend noch eins drauf

St. Wendel. Vertragsunterzeichnung gestern bei der Stiftung Hospital in St. Wendel: Damit manifestierten Verantwortliche der Stiftung sowie der Saarland-Heilstätten-GmbH (SHG) erneut ihre enge Zusammenarbeit im Bereich Jugendhilfe und -psychiatrie. Laut Hospital-Direktor Karl Kasper ist dies bereits der zweite Kooperationsvertrag mit der SHG seit 1999

St. Wendel. Vertragsunterzeichnung gestern bei der Stiftung Hospital in St. Wendel: Damit manifestierten Verantwortliche der Stiftung sowie der Saarland-Heilstätten-GmbH (SHG) erneut ihre enge Zusammenarbeit im Bereich Jugendhilfe und -psychiatrie. Laut Hospital-Direktor Karl Kasper ist dies bereits der zweite Kooperationsvertrag mit der SHG seit 1999. Damit soll die ohnehin schon enge Zusammenarbeit beider Partner intensiviert werden, sagte Hospital-Kuratoriumsvorsitzender Klaus Bouillon. Dafür investierten beide Seiten je zu etwa gleichen Teilen 1,4 Millionen Euro in den Ausbau des Hospital-Aussiedlerhofes bei St. Wendel in Richtung Werschweiler. Bislang sei in dem aus den 60er-Jahren stammenden Hofes eine Mädchengruppe untergebracht. Wenn die auf anderthalb Jahre angesetzten Bauarbeiten wie geplant im April starten, soll es im Oktober 2013 neben den bestehenden neun Einzelzimmern zwölf zusätzliche geben, kündigte Kasper an. Nicht nur das: Eine SHG-Tagesklinik sowie Klassensäle für die eigene Schule würden eingerichtet.Wie Professor Dr. Eva Möhler, SHG-Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Kleinblittersdorf, ankündigte, sollen dort Kinder und Jugendliche behandelt werden. Insbesondere junge Patienten mit traumatischen Erlebnissen seien ein wichtiges Thema, Missbrauch und Bezugspartnerverluste in vielen Fällen Auslöser dafür. Während Jugendhilfe und -psychiatrie oft unabhängig voneinander agierten, sei das angepeilte St. Wendeler Modell bundesweit beispielhaft. Möhler. "Die beste Behandlung nützt nichts, wenn Kinder und Jugendliche nach der psychologischen Behandlung wieder in den Bereich zurückkehren, wo die Probleme entstanden." Dies fange die Jugendhilfe durch Wohnprojekte auf.

Auch SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel betonte, dass die Pläne in St. Wendel "ein modellhaftes Vorhaben im Saarland" seien. Denn durch die Zusammenarbeit entfalle, monatelang zu ermitteln, wer - Jugendhilfe oder -psychiatrie - für den Betroffenen zuständig sei. Hier sagte Landrat Udo Recktenwald (CDU) die Unterstützung des Jugendamtes zu.Foto: SHG/SZ

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