Osterprogramm der Kinowerkstatt

St. Ingbert. Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt an diesem Samstag, 7. April, um 18 Uhr, an diesem Sonntag, 8. April, um 20.15 Uhr, sowie am Ostermontag, 9. April, um 18 Uhr "Habemus Papam - Ein Papst büxt aus!" (Italien / Frankreich 2011) von Nanni Moretti mit Michel Piccoli, Nanni Moretti, Margherita Buy, Jerzy Stuhr, Renato Scarpa

 "Wir haben einen Papst!" Nur das frisch gewählte Oberhaupt der katholischen Kirche selbst, gespielt von dem großartigen Michel Piccoli, kann es nicht fassen. Foto: Prokino

"Wir haben einen Papst!" Nur das frisch gewählte Oberhaupt der katholischen Kirche selbst, gespielt von dem großartigen Michel Piccoli, kann es nicht fassen. Foto: Prokino

St. Ingbert. Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt an diesem Samstag, 7. April, um 18 Uhr, an diesem Sonntag, 8. April, um 20.15 Uhr, sowie am Ostermontag, 9. April, um 18 Uhr "Habemus Papam - Ein Papst büxt aus!" (Italien / Frankreich 2011) von Nanni Moretti mit Michel Piccoli, Nanni Moretti, Margherita Buy, Jerzy Stuhr, Renato Scarpa.Die Kirchenglocken läuten, weißer Rauch steigt in den Himmel, Abertausende auf dem Platz vor dem Petersdom harren in froher Erwartung. Aber Kardinal Melville (Michel Piccoli) ist panisch. Man hat ihn zum Papst gewählt. Was soll er tun? Er kann sich der Welt nicht zeigen - und tut es auch nicht. Schnell ist die ganze Welt in Sorge, während der Vatikan verzweifelt nach Lösungen sucht. Wie der Papst selbst auch, nur eben auf seine Art: Er büxt aus. "Habemus Papam" ist ein sanftes und witziges Porträt darüber, dass man Angst und Zweifel haben und sie zeigen darf. Mit einem großartig sanften Michel Piccoli, dessen Kardinal Melville ebenso viel Verletzlichkeit wie Würde ausstrahlt, zeigt Nanni Moretti uns das Oberhaupt der katholischen Kirche von einer ganz und gar ungewohnten Seite: der menschlichen. An der Seite von Michel Piccoli brillieren Nanni Moretti als Psychoanalytiker, der vom Pressesprecher des Vatikan zu Hilfe gerufen wird, sowie Italiens Kinostar Margherita Buy ("Tage und Wolken", "Liebe und andere Katastrophen"). (filmz.de)

Die Kinowerkstatt zeigt weiter den nach "Willkommen bei den Schtis" erfolgreichsten Film in Frankreich "Ziemlich beste Freunde" (Frankreich 2011 - Originaltitel: Intouchables) von Olivier Nakache, Eric Toledano - Darsteller: François Cluzet, Omar Sy, Audrey Fleurot, Joséphine de Meaux, Clotilde Mollet, Anne Le Ny, Alba Gaïa Kraghede Bellugi an diesem Samstag, 7. April, um 21 Uhr, sowie an diesem Sonntag, 8. April, um 18 Uhr.

Der Film ist eine warmherzige Komödie über eine ungewöhnliche und bewegende Männerfreundschaft voller Pointen, in der beide Figuren noch einiges voneinander lernen können. Philippe (François Cluzet) führt das perfekte Leben. Er ist reich, adlig, gebildet und hat eine Heerschar von Hausangestellten - aber ohne Hilfe geht nichts! Philippe ist vom Hals an abwärts gelähmt. Eines Tages taucht Driss (Omar Sy), ein junger Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, in Philippes geordnetem Leben auf. Driss will eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung, und auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren.

Am Montag, 9. April, um 20 Uhr läuft der Preisträgerfilm von Cannes (Regie) "Der Junge mit dem Fahrrad" (Belgien / Frankreich / Italien 2011 - Originaltitel: Le gamin au vélo) von Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne mit Thomas Doret, Cécile De France, Jérémie Renier, Egon Di Mateo, Fabrizio Rongione.

Gemessen an den früheren, wesentlich spröderen Sozialdramen der belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne (etwa "Rosetta" und "Das Kind", die beide in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurden), wirkt "Der Junge mit dem Fahrrad" geradezu versöhnlich. Statt der üblichen Ausweglosigkeit präsentieren die Filmemacher diesmal tatsächliche Heilmittel gegen die Trostlosigkeit ihres unterprivilegierten Helden: Verantwortungsgefühl, Geduld und Zuwendung. "Der Junge mit dem Fahrrad" ist ein modernes Märchen, von einem der auszieht, mithilfe einer guten Fee und einem Fahrrad sein Selbstvertrauen wieder zu finden. Und der 13-jährige Hauptdarsteller meistert seine Rolle mit Bravour, besonders, wenn er im roten T-Shirt durch die Stadt saust und sich die geballte Wut aus dem Bauch strampelt. Für diesen bewegenden, warmherzigen Film gab es 2011 in Cannes statt der Goldenen Palme den großen Preis der Jury. "Es ist eine spannende, in klaren Bildern erzählte Geschichte, die ins Gemüt trifft und nicht zu viele Fragen stellen will. Wo zum Beispiel Cyrils Mutter steckt, bleibt im Dunkeln; warum sich Samantha so selbstlos auf einen Rotzbengel einlässt und sich seinetwegen gar von ihrem Freund trennt, bleibt einzig ihre Sache. ("Der Spiegel"). red

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