Ortsvorsteher sagt Saarwellingen rosige Zukunft voraus

Wenn ich nicht in Saarwellingen wohnen würde, würde ich da Urlaub machen, hat mal ein kluger Kopf gesagt.“ Das jedenfalls berichtet der Saarwellinger Ortsvorsteher Manfred Schwinn mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht, und dennoch: Man glaubt es „dem Saarwellinger Bu“, wie er sich selbst nennt.

 Eine große Gruppe Saarwellinger war zum SZ-Foto-Termin gekommen. Foto: Thomas Seeber

Eine große Gruppe Saarwellinger war zum SZ-Foto-Termin gekommen. Foto: Thomas Seeber

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Schwinn lebt in Saarwellingen und liebt seinen Heimatort und dessen Bewohner. "Feierbiester" nennt er sie, aber ganz im positiven Sinn. Ganz deutlich wird diese Feierlaune an Faasend. Dann steht das offizielle Leben hier still: von Fetten Donnerstag an bis zum Rosenmontag. Umzug, Sitzungen und bunter Faasend- abend inklusive. "Das haben wir vor allem unseren beiden Karnevalsgesellschaften und dem Gressenclub zu verdanken, dass die Faasend hier aufrecht erhalten wird, aber etwa auch den katholischen Frauen, die immer einen lustigen, bunten Abend machen." Wer Saarwellingen nicht kennt, kennt meist zumindest den Greesentag. "Da geht's morgens schon los. Besucher aus ganz Benelux sind da. Die Saarwellinger, die irgendwo in der Republik leben, kommen heim. Das zeigt eine große Verbundenheit zum Ort", findet Schwinn.

Das hänge sicherlich mit einer besonderen Offenheit in der Kommunalpolitik zusammen, auch damit, dass die Meinung der Bürger neben dem Gemeinderat, dem Ortsrat und dem Ortsvorsteher etwas zähle. "Man kann nicht alle Wünsche erfüllen, aber hören und die Menschen einbinden. Das wird hier getan." Stichworte seien die große Seniorenbefragung und die Arbeitsgruppe Bürgerwerk, die engagiert eigene Ideen zur Ortsentwicklung in Projekten umsetzt. Dazu gibt es rund 60 Vereine. "Wenn's gilt, arbeiten die Vereine zusammen", zum Beispiel beim Schlossfest.

"Die Voraussetzuungen, auch in Zukunft ein gesundes Dorf zu bleiben, stimmen", findet Manfred Schwinn. Rosig solle die Zukunft durch Umsetzung vieler Projekte, vor allem der Umgestaltung der Ortsmitte, werden. Da kommen dem Saarwellinger die Eigenschaften zugute, die Schwinn ihm zuschreibt: "Zielstrebig und strebsam wie ein Saarländer eben." Dazu kämen Fröhlichkeit und Fairness.

Insgesamt können die Leute hier getrost eine gewissen Gelassenheit an den Tag legen: Laut Schwinn ist die Infrastruktur gut. Jeder könne hier den täglichen Bedarf des Lebens decken. "Wir haben fast noch alles, es gibt nur kleine Wünsche, zum Beispiel den nach einem Schuhgeschäft." Es gebe Kindergärten, Schulen, Arbeitsplätze, die Industriegebiete. Die Vereine deckten von Sport bis zur Kultur alles ab, auch die Jugendarbeit, und sogar in der dritten Bundesliga sei Saarwellingen vertreten. Im Frauenfußball.

Ihre Freizeit können die Saarwellinger auch auf dem Nordic-Walking-Parcours, im Freibad oder im Wildfreigehege verbringen - oder beim Wandern rund um den Ort und die beiden anderen Ortseile der Gemeinde Saarwellingen, Reisbach und Schwarzenholz. "Wir haben zwar keine Berge und keine Seen, aber Wanderwege", sagt Manfred Schwinn.

Und Träume: Saarwellingen möchte gerne mal eine Anbindung an die Bahn und die Saarbahn, und gute Busverbindungen zu den Industriegebieten und zum Campus Nobel, der sich größenmäßig zu einem eigenen, kleinen Ortsteil entwickelt.

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Auf einen BlickDas Ortsfoto aus der SZ-Aktion "Unser Ort hat viele Gesichter" gibt es zum Herunterladen unter www.sztipp.de/dorffoto, Preis: 0,99 Euro. Zu sehen ist es auch auf der Facebook-Seite: facebook.de/saarbrueckerzeitung.slsAbzüge vom Foto können Sie nur schriftlich bestellen: SZ, Adlerstraße 3, 66740 Saarlouis; oder per E-Mail redsls@sz-sb.de (Preis auf Anfrage). red