Ortsrat für Rasengräber in Kirkel-Neuhäusel

Ortsrat für Rasengräber in Kirkel-Neuhäusel

Kirkel. Ohne Konsens mit dem Beschlussvorschlag der Kirkeler Gemeindeverwaltung endete am vergangenen Mittwochabend die Diskussion des Ortsrates in Kirkel-Neuhäusel hinsichtlich eines zukünftigen Angebotes von Rasengräbern im Ortsteil

Kirkel. Ohne Konsens mit dem Beschlussvorschlag der Kirkeler Gemeindeverwaltung endete am vergangenen Mittwochabend die Diskussion des Ortsrates in Kirkel-Neuhäusel hinsichtlich eines zukünftigen Angebotes von Rasengräbern im Ortsteil. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, das Angebot von Rasengräbern für die Gesamtgemeinde auf einen einzigen Friedhof zu beschränken - zu gering sei die Nachfrage, um die Möglichkeit in allen drei Kirkeler Ortsteilen vorzuhalten. Norbert Bastian von der SPD sah vor allem die Frage nach den Kosten im Mittelpunkt. "Den Bürgern müsste erstmal klar gemacht werden, wie teuer ein solches Rasengrab eigentlich ist." Dann würde sich, so war sich Bastian sicher, auch eine entsprechende Nachfrage ergeben. Bis jetzt, so Kirkels Ortsvorsteher Hans-Peter Schmitt (SPD) ergänzend, würde die Kirkeler Friedhofssatzung lediglich die Möglichkeit von Rasengräbern ausweisen, nicht aber den Preis. CDU-Ortsratsmitglied Günter Gottschalk lehnte ein zentrales Angebot, so auf dem Friedhof in Limbach, ab. "Das ist vielleicht für Limbach und Altstadt möglich, Kirkel-Neuhäusel ist dafür einfach zu weit weg." Einstimmig und dem Diskussionsverlauf entsprechend votierte der Ortsrat dafür, an den Plänen für ein Angebot von Rasengräbern in Kirkel-Neuhäusel festzuhalten. Gleichzeitig soll die Gemeindeverwaltung Preise für die Nutzung dieser besonderen Bestattungsvariante ermitteln.Einvernehmen gab es hinsichtlich der Ergänzung der aktuellen Friedhofssatzung der Gemeinde. In Übereinstimmung mit den Beschlüssen der Ortsräte in Limbach und Altstadt soll dort nun festgeschrieben werden, dass auf Kirkeler Friedhöfen nur Grabsteine gesetzt werden dürfen, in deren Wertschöpfungskette keine "ausbeuterische Kinderarbeit" ihren Niederschlag findet. Dies muss über entsprechende Zertifikate, so der Kenntnisstand des Ortsrates, nachgewiesen werden. Die Formulierung "ausbeuterisch" sorgte noch für kurzen Diskussionsbedarf, nach dem Willen des Rates soll die Verwaltung die Notwendigkeit dieser Formulierung im Beschluss prüfen.