"Optimismus ist das Wichtigste überhaupt"

"Optimismus ist das Wichtigste überhaupt"

Völklingen/Großrosseln. Das neue Jahr bedeutet eine große Herausforderung für die Kommunen - darin sind sich Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig und Großrosselns erster Bürger Peter Duchene einig

Völklingen/Großrosseln. Das neue Jahr bedeutet eine große Herausforderung für die Kommunen - darin sind sich Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig und Großrosselns erster Bürger Peter Duchene einig. Sinkende Steuereinnahmen und steigende Kosten machten die Finanzpolitik, wie Duchene sagt, zum "Spagat für die Verwaltung" und zur "Mammutaufgabe für den Gemeinderat". Vielleicht hilft ihnen dabei der Tipp des Völklinger Wirtschaftskreisvorsitzenden Hans Agostini: "Optimismus ist das Wichtigste überhaupt." Er fordert außerdem von Gesellschaft und Geschäftsleuten "mehr Gelassenheit und Toleranz im Umgang miteinander". In Sachen Optimismus geht er mit gutem Beispiel voran und prognostiziert: "Das neue Jahr wird eher besser als schlechter."

Optimistisch waren auch die Völklinger Wirte, als vor etwa einem Jahr saarländische Gerichte das Nichtraucherschutzgesetz kippten und mit den Aschenbechern auch die Gäste in die Lokale zurückkehrten. Im neuen Jahr kehren sich die Zeichen um, die Jamaika-Koalition will das jetzt verschärfte Gesetz bereits im Januar verabschieden. "Wir erwarten, dass in Sachen Rauchen alles so bleibt, wie es ist", hält Dieter Baldauf (Foto: bub) dagegen, Sprecher der Völklinger Wirtegemeinschaft, die sich den juristischen Sieg auf ihre Fahnen schreibt. Die Wirte haben sich bereits über das "Aktionsbündnis zum Schutz der saarländischen Kneipenkultur" informiert, das dem Gesetz den Kampf angesagt hat.

Zuversichtlich, dass seine angestrebten Projekte im neuen Jahr umgesetzt werden, ist Uwe Prior (Foto: bub), Großrosseler Behindertenbeauftragter. Das betrifft Vorhaben, die Alltagsprobleme der Behinderten lösen sollen, wie auch das Projekt eines barrierefreien Wanderweges nahe Dorf im Warndt. Als Vorsitzender des Sozialverbandes VdK fordert Prior für 2010 auch ein "Zusammenrücken von Arm und Reich". "Wir müssen im Auge behalten, dass die soziale Schere nicht noch weiter auseinander geht", warnt er.

Studentin Chrissie Neumann wünscht sich "ein insgesamt ruhigeres Jahr als das hektische 2009". Abitur, Studienplatz-Suche und Führerschein hätten sie vor allem im ersten Halbjahr auf Trab gehalten. "Jetzt wäre es mir wichtig, meine Freundschaften zu pflegen." Alfons Speicher bezeichnet sich am Nachmittag des Neujahrstags als 14 Stunden rauchfrei: "Ich habe mir zum fünften Mal in den vergangenen zehn Jahren vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören, und dieses Mal soll es endlich klappen." Und der Völklinger Karl Eisenbarth sagt: "Ich hoffe, dass sich die versprochene Steuerreform auch beim normalen Arbeiter positiv auswirkt."

Unisono wünschen alle sich und ihren Familien "Gesundheit und Erfolg". Und Oberbürgermeister Lorig hat noch einen ganz persönlichen Wunsch: "Ab und zu mal die Zeit, um ein Buch zu lesen."

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