Opposition warnt vor Fächerschließungen an der Saar-Uni

Saarbrücken · Linke und Grüne haben angesichts der angekündigten Kürzungen an der Saar-Uni vor Fächerschließungen gewarnt. Die Abgeordnete Barbara Spaniol sagte: „Wie soll der Hochschul- und Wissenschaftsstandort Saarland für möglichst viele junge Menschen attraktiv bleiben, wenn nur noch gekürzt und gestrichen werden muss und die Universität als Voll-Uni in Gefahr ist?“ Die Schwerpunkte Informatik, Bio-, Medizin- und Nanotechnologie sowie Europa müssten gestärkt werden, die Philosophische Fakultät dürfe „nicht zum Steinbruch werden“.

Grünen-Chef Hubert Ulrich sagte: "Die Einsparung von Lehrerstellen war erst der Anfang, nun ist an den Universitäten das Fächerangebot bedroht. Dies ist vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels kein Beispiel für verantwortungsvolle und zukunftsgerichtete Standortpolitik." Der Gesamtetat der Uni schrumpft von 2013 auf 2014 von 191 auf 184,5 Millionen und 2015 weiter auf dann 179 Millionen Euro. Uni-Präsident Volker Linneweber hält Fächerschließungen für unausweichlich.

Der CDU-Abgeordnete Thomas Schmitt sagte, die "schmerzhaften Einschnitte" müssten im Zusammenhang mit der Finanzlage des Landes insgesamt gesehen werden. Es sei "ein fairer Ausgleich" zwischen Sparnotwendigkeiten und Investitionen gefunden worden.

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