1. Saarland

Olympischer Gedanke in der Natur

Olympischer Gedanke in der Natur

St. Wendel. Unter dem Motto "Olympische Spielwoche im St. Wendeler Land" hatte der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt St. Wendel (Awo) in Kooperation mit dem Landesjugendwerk und einigen seiner Ortsvereine ein abwechslungsreiches Programm für alle daheimgebliebenen Kinder und Jugendlichen organisiert. 142 Kinder hatten teilgenommen

St. Wendel. Unter dem Motto "Olympische Spielwoche im St. Wendeler Land" hatte der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt St. Wendel (Awo) in Kooperation mit dem Landesjugendwerk und einigen seiner Ortsvereine ein abwechslungsreiches Programm für alle daheimgebliebenen Kinder und Jugendlichen organisiert. 142 Kinder hatten teilgenommen. Auf Einladung des Ortsvereins Ostertal erlebten fast 30 Kinder einen Tag im Naturwildpark Freisen. Betreuer des Awo-Landesjugendwerkes sowie Karin Drumm und Martina Cullmann vom Ortsverein Ostertal begleiteten die Gäste durch den Park. Es gab viel zu beobachten. Vor allem die großen Greifvögel und die Waschbären hatten es den Kindern angetan. Großen Spaß hatten alle, als sie die freilaufenden Tiere streicheln und füttern durften.In Hirstein gab es eine Sport-Orientierungstour, bei der unterwegs auf dem Schmugglerpfad als Überraschungsgast der Schinderhannes lauerte. Der Ortsverein Asweiler/Eitzweiler hatte in das Olympiastadion Etzwies in Eitzweiler zur Olympiade eingeladen und in Nonnweiler hatte der dortige Ortsverein die Hochwaldolympiade auf dem Freizeitgelände am Hammerberg organisiert.

Am Freitagmorgen wurden die Kinder vom Ritter Franz von Sickingen alias Ortwin Englert empfangen. Er erzählte, was er in der Vergangenheit in der Stadt St. Wendel erlebt hatte, beispielsweise von den Zeiten, als viele Menschen durch die Pest starben und die Ritter über die Stadt und die Menschen herrschten. Er erzählte auch die Geschichte des Wendelinus und besichtigte mit den Kindern den Dom und das Grab des Heiligen. Er verstand es, die Geschichten spannend und kindgerecht zu erzählen, und führte die Gruppe durch die Altstadt zur alten Stadtmauer und zu historischen Plätzen. Stolz waren die Teilnehmer, als sie zum Ritter geschlagen oder zu Burgfräuleins erhoben wurden.

 Betreuer und Kinder hatten viel Spaß unter freiem Himmel.
Betreuer und Kinder hatten viel Spaß unter freiem Himmel.

Wie in jedem Jahr endete die Ferienfreizeit mit der Nachtwanderung. Hierzu stellte der Jagdpächter Arno Zimmer das Gelände der Jagdhütte im Ostertal zur Verfügung. Sehr spannend für die Kinder war das Quizspiel, das Axel Guttmann mit Fragen über Tiere, Pflanzen und die Jagd anbot. Mit Eifer versuchten alle, die Rätsel zu lösen. Bis zum Einbruch der Dunkelheit wurden mit der Awo-Kreisvorsitzenden Marlene Weinmann Anhänger aus Speckstein geschnitzt und mit Lederbändchen zu Ketten verarbeitet. Die Jäger bliesen mit den Jagdhörnern verschiedene Weisen, auch einige Kinder versuchten, damit Töne zu erzeugen, was gar nicht einfach war. Nachdem es endlich dunkel war, startete die Gruppe zur Nachtwanderung mit Axel Guttmann. Viel gab es zu erzählen über die Natur, die Tiere und Pflanzen unserer Heimat. Aufmerksam hörten die Kinder zu und hatten viele Fragen. Als dann noch Fledermäuse und Glühwürmchen entdeckt wurden und plötzlich das Quieken junger Frischlinge und Grunzen der Bache im Gebüsch zu hören war, stieg die Spannung auf den Höhepunkt und manche Kinderhand suchte ein wenig ängstlich die Hände der Eltern oder Betreuer. red