1. Saarland

Offener Brief beinhaltet Krankenhaus- und Polizeiplanung

Offener Brief beinhaltet Krankenhaus- und Polizeiplanung

Dillingen. Einen offenen Brief an die kommende Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Innenminister Stephan Toscani und Gesundheitsminister Georg Weisweiler haben drei Männer verfasst, die meinen, für die Bevölkerung sprechen zu können: Professor Norbert Bannenberg, Vorsitzender des Krankenhaus-Fördervereins, sowie die Unternehmer Paul Reinhard und Theo Lehnen

Dillingen. Einen offenen Brief an die kommende Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Innenminister Stephan Toscani und Gesundheitsminister Georg Weisweiler haben drei Männer verfasst, die meinen, für die Bevölkerung sprechen zu können: Professor Norbert Bannenberg, Vorsitzender des Krankenhaus-Fördervereins, sowie die Unternehmer Paul Reinhard und Theo Lehnen.

Entsetzen und Empörung

"In allen Dillinger Bevölkerungsschichten", schreiben die drei, machten sich "Entsetzen und Empörung" über zwei politische Entscheidungen breit, die Dillingen betreffen, nämlich die Krankenhaus- und die Polizeiplanung. In Frageform formulieren sie ihre Kritik. So sei es nicht in Ordnung, "den Menschen an gefahrenträchtigen Arbeitsplätzen" eine Unfallversorgung rund um die Uhr zu verwehren. Eine Doppelversorgung in einigen Gesundheitsbereichen in Saarlouis bei gleichzeitiger Nicht-Versorgung in Dillingen sei ferner nicht wirtschaftlich. Die drei halten außerdem angekündigte Veränderungen der Chirurgie und Neurologie im Dillinger Krankenhaus für falsch.

Unbesetzte Dienststelle

In Sachen Polizei-Präsenz weisen die drei Briefschreiber auf die "unrühmliche Stellung" von Saarlouis - Rang 2 - und Dillingen - Rang 3 - in der Kriminalitätsstatistik des Saarlandes hin. Vor diesem Hintergrund sei es nicht gerechtfertigt, hier Personal abzubauen und für Dillingen sogar in Erwägung zu ziehen, die Dienststelle nachts unbesetzt zu lassen.

"Wir als Dillinger Bürger fühlen uns durch Ihre gesundheits- und sicherheitspolitischen Absichten in höchstem Maße diskriminiert und missachtet", meinen die drei Schreiber. Und sie bitten daher "nachdrücklich, Ihre Pläne zu überdenken und zu korrigieren." pum