Offenbar kaum „Flugscham“ bei den Saarländern

Klimaschutz : „Flugscham“ wegen Klimawandels bei Saarländern kein Thema

Das Saarland verzeichnet laut der Tourismus Zentrale Saarland jährlich 39,5 Millionen Aufenthalte von Touristen. Doch wohin reisen die Saarländer selbst am liebsten?

Die Reise-Plattform ab-in-den-urlaub.de hat dazu ihre Buchungen ab einer Reisedauer von fünf Tagen im Zeitraum der Sommerferien ausgewertet. Auf Platz eins befindet sich hier nach wie vor Mallorca. Über 17 Prozent der Saarländer geben die spanische Mittelmeerinsel als Reiseziel an, gefolgt von der türkischen Riviera mit 15 Prozent und der ägyptischen Stadt Hurghada am Roten Meer mit fünf Prozent. Die meisten fliegen in ihren Urlaub, aber auch Kreuzfahrten sind beliebt.

Die steigenden Temperaturen als Anzeichen eines Klimawandels veranlassen viele Menschen auch beim Reisen umweltfreundlicher zu agieren. Als „Flugscham” bezeichnen die Schweden ein Phänomen, das sich bei Reisenden zeigt. Beschrieben wird damit die Tendenz von Urlaubern, lieber klimaschonend zu reisen. Oft sind weit entferntere Ziele aber nicht anders erreichbar als mit dem Flugzeug oder dem Schiff. So bleibt nur der Verzicht auf die Reise oder die Suche nach näher gelegenen Zielen für den eigenen Urlaub. Doch ist dieser Trend auch bei Saarländern erkennbar? Dunja Hark vom Reisebüro Schmitt aus Saarlouis gibt an, dass die beliebtesten Reiseziele trotz der Furcht vor einem Klimawandel nach wie vor die Türkei, Griechenland, Ägypten und auch Spanien sind. Weiter sagte sie, dass die Zahl der Buchungen von Kreuzfahrten sogar stetig ansteigt. Eine „Flugscham“ sei bei den Saarländern nicht erkennbar, was die Anzahl der Buchungen zeige. Auch Nina Klein vom Sonnenschein-Reisebüro aus Saarbrücken sagt, sie könne keinen derartigen Trend weg vom Fliegen bestätigen. „Der Preis ist nach wie vor das entscheidende Kriterium“, teilte Klein mit.

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