Oberthaler Rat macht Weg frei für Windräder

Oberthaler Rat macht Weg frei für Windräder

Oberthal. An zwei Standorten in der Gemeinde Oberthal können grundsätzlich Windräder errichtet werden, auf dem Leistberg und im Bereich Wareswald. Die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung bei einer Gegenstimme eines SPD-Ratsmitgliedes beschlossen

Oberthal. An zwei Standorten in der Gemeinde Oberthal können grundsätzlich Windräder errichtet werden, auf dem Leistberg und im Bereich Wareswald. Die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung bei einer Gegenstimme eines SPD-Ratsmitgliedes beschlossen.Mehr als 60 Unternehmen, Behörden, Verbände waren zuvor als so genannte Träger Öffentlicher Belange um eine Stellungnahme gebeten worden. Fast alle hatten keine Einwände gegen die Planung. Die Gemeinde Tholey allerdings hatte starke Bedenken gegen den Bau von Windrädern im Wareswald geäußert. Zum einen wegen der Nähe zum Grabungsgebiet und dem Wendelinusrad- und -wanderweg. Tholey fürchtet Nachteile für den Tourismus. Zum anderen gebe es hier geschützte Fledermausarten. Der Oberthaler Gemeinderat teilte diese Bedenken nicht und wies sie zurück. Ebenso wie die Einwände einer Oberthaler Familie, die unter anderem durch den Betrieb von Windrädern Lärm, Schattenwurf und Eiswurf befürchtet.

Die beiden Flächen für Windenergie haben eine Mindestgröße von sieben Hektar und sind mindestens 800 Meter von der nächsten Bebauung entfernt. Die Änderung des Flächennutzungsplanes ist Voraussetzung für die Aufstellung von Bebauungsplänen. In diesen wird dann detailliert festgehalten, wo welche Räder genau gebaut werden können. vf