1. Saarland

Nur wenig Bachforellen überleben

Nur wenig Bachforellen überleben

Nur wenig Bachforellen überleben Zu „Falscher Zeitpunkt, falsche Fische“, SZ vom 11. April: Der Bundestagsabgeordnete Alexander Funk hatte den Wunsch, einen Beitrag zur Wiederbelebung unserer Bäche und Flüsse zu leisten.

Gemeinsam mit dem ASV Niederbexbach entschieden wir uns, Aale und Bachforellen in die Blies einzusetzen. Entgegen der Bestellung wurden keine Aale, sondern nur die Bachforellen in Gesellschaft einiger Bachsaiblinge geliefert. Dies wurde erst in dem Moment klar, als die Schleusen der Transportbehälter geöffnet wurden. Dass die Aktion dennoch fortgeführt wurde, lag daran, dass die Saiblinge nicht von den Bachforellen getrennt waren. Leider wird in dem Artikel nur darauf hingewiesen, dass die eingesetzten Saiblinge (seit 1884 in deutschen Seen und Flüsse) die frisch ausgeschlüpften Fische fressen. Als Experte müsste man aber auch wissen, dass sich Salmoniden überwiegend von Insekten, Schnecken, Würmer und anderen Wassertieren ernähren. Ich selbst bin Angler und habe mit meinem Verein in der Vergangenheit zirka 3000 junge Bachforellen in die Blies eingesetzt. Leider haben es nur ganz wenige über einen angemessenen Zeitraum geschafft. Die zum jetzigen Zeitpunkt eingesetzten Bachforellen und Bachsaiblinge waren zirka 300 Gramm schwer und 20 bis 25 Zentimeter groß. Die Salmoniden sind standorttreu, wandern nicht in der Blies umher und fressen ihre Artgenossen. Dafür sorgen in der Regel andere, zum Beispiel der Kormoran, ein schwarzer Wasservogel der täglich 450 bis 500 Gramm kleine Fische frisst. Im Saarland leben etwa 1200 Kormorane mit einem täglichen Nahrungsbedarf von zirka 540 Kilo (in der Regel Fische). Der ASV Niederbexbach bedankt sich nochmals beim Bundestagsabgeordneten Alexander Funk für das Voranbringen des Fischbesatzes in der Blies.

Gerald Wagner, Niederbexbach