Notfall-Mappe soll im Ernstfall helfen

Notfall-Mappe soll im Ernstfall helfen

Eben noch mitten im Leben, plötzlich auf der Intensivstation: So geht es jedes Jahr etlichen Menschen. Um die Angehörigen im Ernstfall zu unterstützen, ist es sinnvoll, die wichtigsten Unterlagen vollständig und griffbereit zu haben.

Daher hat das saarländische Sozialministerium nun eine "Notfall-Mappe" herausgegeben. Hier können persönliche und medizinische Daten eingetragen werden, etwa wer der Hausarzt ist, welche Vorerkrankungen bestehen und wer im Notfall zu verständigen ist. Hier kann auch angegeben werden, ob man eine Patientenverfügung oder einen Organspendeausweis besitzt.

Im Notfall müssen Angehörige etliche Dinge regeln, etwa Arbeitgeber und Ämter informieren und den Überblick über Verträge und Versicherungen erlangen. Damit ihnen nicht die Hände gebunden sind, finden sich in der Notfall-Mappe Unterlagen für eine Konto-Vollmacht, die bei der Bank hinterlegt werden muss. Die Mappe bietet die Möglichkeit, eigene Unterlagen zu Mitgliedschaften, Mietverträgen oder Abonnements abzuheften.

"Jeder und jede kann ganz plötzlich einen Unfall erleiden oder von schwerer Krankheit betroffen sein. Daher richtet sich die Notfall-Mappe nicht nur an ältere Personen, sondern an alle, die ihre persönlichen Angelegenheiten für den Ernstfall bereits im Vorfeld sicher geregelt wissen wollen", sagte Minister Andreas Storm (CDU). Darüber hinaus gibt sein Haus den Ratgeber "Bewusst älter werden" des Medizinprofessors Fritz Beske heraus, der Tipps gibt, gesund alt zu werden.

Notfallmappe und Ratgeber können beim Sozialministerium unter Tel. (06 81) 501 30 97 bestellt oder im Internet heruntergeladen werden.

inklusion.saarland.de

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