Nonnweiler Dörfer feiern sich selbst

Nonnweiler · Der Ort, der im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Menschen aufs Foto bekommt, gewinnt 300 Euro. So die Vorgabe. Doch statt ernstem Wettbewerb, herrschte in allen Ortsteilen der Gemeinde Nonnweiler gute Stimmung – getreu dem Motto: Dabei sein, ist alles.

 Mit 97 Jahren ist Klara Brenner die älteste Einwohnerin von Otzenhausen.

Mit 97 Jahren ist Klara Brenner die älteste Einwohnerin von Otzenhausen.

 Öfter mal die Perspektive wechseln: In Otzenhausen liegt SZ-Redakteurin Evelyn Schneider der D-Jugend des VfR Otzenhausen zu Füßen. Foto: Bonenberger & KLos

Öfter mal die Perspektive wechseln: In Otzenhausen liegt SZ-Redakteurin Evelyn Schneider der D-Jugend des VfR Otzenhausen zu Füßen. Foto: Bonenberger & KLos

Foto: Bonenberger & KLos
 Auf dem Arm von Papa Bernd Serwe ist Finn - mit vier Monaten der jüngste Einwohner von Braunshausen.

Auf dem Arm von Papa Bernd Serwe ist Finn - mit vier Monaten der jüngste Einwohner von Braunshausen.

 Flott hinab ging es für Linus (sechs Jahre, hinten) und Luis (zwei Jahre) auf der Rutsche in Schwarzenbach.

Flott hinab ging es für Linus (sechs Jahre, hinten) und Luis (zwei Jahre) auf der Rutsche in Schwarzenbach.

 Mit selbstgebastelten Pokalen kamen die Bayern-Fans Jürgen Jäckel und Klaus Schonrath (v. links) zum Termin in Sitzerath. Fotos: Schneider

Mit selbstgebastelten Pokalen kamen die Bayern-Fans Jürgen Jäckel und Klaus Schonrath (v. links) zum Termin in Sitzerath. Fotos: Schneider

 Die vierjährige Lena und Noah (17 Monate) fahren in Trekker und Anhänger übers Bulldog-Vereinsgelände in Bierfeld.Foto: Schneider

Die vierjährige Lena und Noah (17 Monate) fahren in Trekker und Anhänger übers Bulldog-Vereinsgelände in Bierfeld.Foto: Schneider

Foto: Schneider

Ein banger Blick aus dem Fenster am Samstagvormittag: Wolken ziehen am Himmel entlang. Bringen sie wieder Regen? Nein! Ganz im Gegenteil, sie mache im Laufe des Samstagnachmittags sogar Platz für die Sonne. Beste Bedingungen also für die SZ-Aktion "Unser Ort hat viele Gesichter" in der Gemeinde Nonnweiler. Die Ortsvorsteher der acht Ortsteile blicken ebenfalls zufrieden in den Himmel und in die lächelnden Gesichter ihrer Mitbürger. Denn ob Bierfeld, Braunshausen, Kastel, Otzenhausen, Primstal, Nonnweiler, Schwarzenbach oder Sitzerath. Die Beteiligung an der Aktion ist sehr gut und die Stimmung auch.

Los ging es für das SZ-Team am Samstag in Bierfeld an der Waldhütte des Bulldog-Vereins. Die Mitglieder hatten den Schwenker aufgestellt und der Duft von Würstchen lockte die Menschen zum Fototermin. Damit SZ-Fotograf Josef Bonenberger alle Anwesenden aufs Bild bekam, ging es für ihn in der Schaufel eines Trekkers hoch hinaus. Nicht das einzige Mal: Zwei Tage lang kletterte er auf Leitern, Feuerwehrautos und Hängen herum. Braunshausen bereitete dem SZ-Team einen herzlichen Empfang. Der Beginn der Aktion in Kastel schien zunächst verhalten zu sein. Vereinzelt kamen die Leute, um den vom Dorfladen angebotenen Kuchen und Kaffee auf dem Dorfplatz zu genießen. Doch dann eilten die Menschen herbei. "Das ist ein schöner Anblick", sagte Ortsvorsteher Magnus Jung. Den Abschluss am Samstag bildete Otzenhausen - mit gut gelaunten Menschen und beinahe mit Brautpaar auf dem Foto.

Sonntag startete die Tour in Primstal. "Dabei sein ist alles", sagte Kurt Rech, der Ortsvorsteher des größten Ortes in der Gemeinde. Und war froh, über die vielen Gesichter, die ihm zulächelten. In Nonnweiler war die Showtanzgruppe Wild Dancers stark vertreten und auch in Schwarzenbach waren die Vereine bei der Aktion mit im Boot. Beim Getränkeverkauf und als Unterstützung für das Foto. Als letztes ging es nach Sitzerath. Hier streckten die Bürger nicht nur ihre lächelnden Gesichter gen Himmel, sondern auch die Fahne des Kirchenchores St. Cäcilia und selbstgebastelte Fußballpokale. Ein gutes Omen?

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