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Noch mehr Wander-Spaß im Dreiländereck

Noch mehr Wander-Spaß im Dreiländereck

Nonnweiler/Orscholz/Perl. Der Wandertourismus im Landkreis Merzig-Wadern und im St. Wendeler Land hat einen großen Schritt nach vorn gemacht: Denn in Orscholz an der Cloef wurde die neue Verlängerungsetappe des Saar-Hunsrück-Steiges offiziell freigegeben

Nonnweiler/Orscholz/Perl. Der Wandertourismus im Landkreis Merzig-Wadern und im St. Wendeler Land hat einen großen Schritt nach vorn gemacht: Denn in Orscholz an der Cloef wurde die neue Verlängerungsetappe des Saar-Hunsrück-Steiges offiziell freigegeben.Der grenzüberschreitende Fernwanderweg, der bislang zwischen der Cloef und Idar-Oberstein verläuft und als bester Fernwanderweg in Deutschland ausgezeichnet wurde, wird nun rund 30 Kilometer länger. Künftig beginnt (oder endet, je nachdem woher man kommt) der Saar-Hunsrück-Steig am Bahnhof in Perl.

Das neue, zusätzliche Wegstück zwischen dem Wahrzeichen des Saarlandes und dem Herzen des Dreiländerecks führt zudem an der Römischen Villa in Borg vorbei. Im Beisein von Wirtschaftsminister Heiko Maas und Umweltministerin Anke Rehlinger eröffnete die Landrätin von Merzig-Wadern, Daniela Schlegel-Friedrich, das neue Teilstück.

Für Schlegel-Friedrich und Peter Klein, den Geschäftsführer der Dreiländereck-Touristik, ging damit ein langer "Marsch durch die Institutionen" zu Ende. Denn die Verlängerung des Steigs gestaltete sich gar nicht so einfach, wie Klein und Schlegel-Friedrich im Gespräch mit der SZ erläuterten.

"Ende 2011 musste die ursprüngliche Streckenplanung komplett über den Haufen geworfen werden, weil die Partner in Frankreich leider nicht so mitgezogen haben wie geplant", sagte Peter Klein. Um das hohe Qualitätsniveau des Steiges zu halten, seien verschiedene Maßnahmen auf der Route unerlässlich gewesen, deren Realisierung aber auf französischer Seite nicht gerade mit großem Elan vorangetrieben worden sei. Darum habe man sich entschlossen, die Notbremse zu ziehen, um den vorgesehenen Zeitplan bis zur Eröffnung des neuen Wegstückes doch einhalten zu können.

Das hatte allerdings auch Auswirkungen auf den Streckenverlauf: Nach den Worten von Peter Klein führt die Wanderroute nahe dem Hammelsberg bei Perl nur noch über rund zwei Kilometer durch Frankreich statt wie ursprünglich geplant über 15 Kilometer. Dadurch schrumpfte auch die Gesamtlänge des neuen Teilstücks auf rund 30 Kilometer.

Die aber bieten, wie die Tourismus-Verantwortlichen beim Landkreis versprechen, viele landschaftliche Reize, schöne Fernsichten oder schmale Pfade zum Beispiel durch den Meeswald bei Borg, und auch kulturelle Eindrücke, wie etwa rund um die Römische Villa Borg. "Ende 2011 musste die ursprüng-

liche Strecken-

planung komplett über den Haufen geworfen werden."

Peter Klein