Noch keine Selbstanzeigen im Homburger Missbrauchsfall

Noch keine Selbstanzeigen im Homburger Missbrauchsfall

Homburg. Bei der Staatsanwaltschaft in Saarbrücken lagen bis gestern keine Selbstanzeigen wegen der Missbrauchsfälle im früheren Internat des Homburger Johanneums vor. Das bestätigte Bernd Meiners, dessen Behörde inzwischen die Ermittlungen aufgenommen hat, auf SZ-Anfrage

Homburg. Bei der Staatsanwaltschaft in Saarbrücken lagen bis gestern keine Selbstanzeigen wegen der Missbrauchsfälle im früheren Internat des Homburger Johanneums vor. Das bestätigte Bernd Meiners, dessen Behörde inzwischen die Ermittlungen aufgenommen hat, auf SZ-Anfrage. Zwei Patres der Hiltruper Missionare hatten in der vergangenen Woche dem Ordensoberen gestanden, vor mehr als 25 Jahren Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht zu haben (wir berichteten). Der Provinzial des Ordens hatte am Freitag angekündigt, dass Selbstanzeigen der Täter folgen würden - auch von dem ehemaligen Leiter des Internats. Dieser hatte in einem Fall den betreffenden Pater zwar versetzen lassen, aber die Missbrauchs-Vorfälle nicht öffentlich gemacht. Der Leiter hat, wie angekündigt, am Montag Homburg verlassen. Derweil hat der Katholikenrat im Bistum Speyer mit Bestürzung auf die Missbrauchsfälle in ihrer Diözese reagiert. "Unsere Solidarität gilt den Opfern." Wichtig sei nun eine "entschiedene innerkirchliche, gesellschaftliche und juristische Aufklärung und Aufarbeitung", hieß es. pn

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