Noch kein Licht am Ende des Tunnels

Noch kein Licht am Ende des Tunnels

Neunkirchen. Er ist alles andere als ein attraktives Eingangsportal nach Neunkirchen: Verkehrsteilnehmer, die von Norden (aus Ottweiler) oder von Westen (aus Sinnerthal) nach Neunkirchen kommen, werden hinter dem Kreisel vom düsteren "Bläddschesdohle" verschluckt

Neunkirchen. Er ist alles andere als ein attraktives Eingangsportal nach Neunkirchen: Verkehrsteilnehmer, die von Norden (aus Ottweiler) oder von Westen (aus Sinnerthal) nach Neunkirchen kommen, werden hinter dem Kreisel vom düsteren "Bläddschesdohle" verschluckt. Der Feststellung, dass diese unansehnliche Bahnunterführung kein Ruhmesblatt für die Stadt ist, wird ernsthaft wohl niemand widersprechen. Hin und wieder wurde angekündigt, dass die Behebung des Schönheitsfehlers nun endlich bevorsteht, doch getan hat sich nichts. In regelmäßigen Abständen monieren auch SZ-Leser den Zustand des Tunnels, wie zuletzt auch Jürgen Quien. Das "finstere Dreckloch" sei "bestimmt kein Aushängeschild für unsere Stadt", tut Quien per E-Mail kund.Für ihn wie alle anderen gibt es leider vorerst keine erfreuliche Mitteilung: Nach SZ-Recherchen wird eine Umgestaltung des altehrwürdigen Bauwerks so schnell nicht in die Gänge kommen. Zunächst einmal: Die Stadt Neunkirchen ist hier nicht in der Pflicht und hat auch wenig Einflussmöglichkeiten. Für eine Sanierung des Bläddschesdohle" müssen der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) und die Deutsche Bahn Hand in Hand arbeiten. Die durch den Tunnel führende Straße und deren "Untergrund" fallen nämlich in LfS-Zuständigkeit, der eigentliche Dohle in die der Bahn.

Wobei man beim LfS durchaus schon Sanierungspläne entwickelt, wie Gunter Kreutz, Geschäftsbereichsleiter Bau und Erhaltung beim Landesbetrieb, auf SZ-Anfrage mitteilt. Unter dem Bläddschesdohle fließt nämlich unsichtbar der Sinnerbach, dessen Betonbett über kurz oder lang der Erneuerung bedarf. Dafür ist der LfS zuständig. Und wenn der Bach "behandelt" wird, wird natürlich auch die darüber laufende Straße auf Vordermann gebracht. Dabei denke man daran, die Durchfahrt, jetzt (eigentlich) dreispurig), auf vier Spuren zu erweitern, so Kreutz.

Nur - das alles bedarf der Abstimmung mit der Deutschen Bahn. Denn es wäre kontraproduktiv, den Bläddschesdohle "unten" zur Baustelle zu machen und "oben" passiert nichts. Doch die Bahn ist wohl längst noch nicht so weit wie der LfS. Bei der DB "überlegt" man, so der Kenntnisstand von Kreutz, ob man die LfS-Pläne zum Anlass nimmt, den Überbau attraktiv gestaltet. Und dieser Prozess braucht Zeit. "Vor 2013 kommen wir da nicht dran", so die ernüchternde Prognose des LfS-Mannes. gth