Noch eine Steuer brauchen wir nicht

Noch eine Steuer brauchen wir nicht

Eine Milliarde Euro Schulden nehmen der Stadt Saarbrücken die Luft zum Atmen. Also sucht die rot-rot-grüne Koalition nach Möglichkeiten, die Einnahmen zu steigern. Da ist sie kreativ: Hunde- und Grundsteuer hat sie bereits erhöht. Jetzt soll es für Hotels, Gasthöfe und Jugendherbergen eine Bettensteuer geben

Eine Milliarde Euro Schulden nehmen der Stadt Saarbrücken die Luft zum Atmen. Also sucht die rot-rot-grüne Koalition nach Möglichkeiten, die Einnahmen zu steigern. Da ist sie kreativ: Hunde- und Grundsteuer hat sie bereits erhöht. Jetzt soll es für Hotels, Gasthöfe und Jugendherbergen eine Bettensteuer geben. Frei nach dem Motto: Was Köln und Weimar können, machen wir auch und nehmen den Hoteliers einen Teil des Wahlgeschenkes von Schwarz-Gelb in Form der Mehrwertsteuer-Senkung wieder ab. Nur zu dumm, dass wir weder einen Kölner Dom haben noch Sehenswürdigkeiten wie das Wohnhaus Goethes - sondern um jeden Übernachtungsgast kämpfen müssen. Da macht sich so eine Steuer ganz schlecht. Gerade kleineren Betrieben wird die Belastung wehtun. Wenn diese die Steuer direkt an die Kunden weitergeben, hat Rot-Rot-Grün der Tourismusförderung einen Bärendienst erwiesen. Übernachtungen von Geschäftsreisenden dürfen nicht besteuert werden, hat das Innenministerium in dieser Woche mitgeteilt. Dann bliebe nicht viel übrig von der Haushaltsentlastung. Also packt die Steuerpläne wieder ein. Dann muss die Stadt auch niemanden einstellen, um den Verwaltungsaufwand und die Klage-Welle zu bewältigen.