Noch 2011 Entscheidung über ECE

Noch 2011 Entscheidung über ECE

Homburg. Der Startschuss für die Ansiedlung einer großen Einkaufsgalerie auf dem Enklerplatz in Homburg ist gefallen. Der Bauausschuss der Stadt befasste sich am Mittwochabend erstmals mit dem Thema. Da es eine nichtöffentliche Sitzung war, konnte gestern Oberbürgermeister Karlheinz Schöner keine näheren Angaben machen

Homburg. Der Startschuss für die Ansiedlung einer großen Einkaufsgalerie auf dem Enklerplatz in Homburg ist gefallen. Der Bauausschuss der Stadt befasste sich am Mittwochabend erstmals mit dem Thema. Da es eine nichtöffentliche Sitzung war, konnte gestern Oberbürgermeister Karlheinz Schöner keine näheren Angaben machen. Er bestätigte allerdings, dass der Investor des ECE-Kaufhauses das geplante Projekt im Groben vorgestellt habe. "Konturen des künftigen Hauses sind zu erkennen", so Schöner, der optimistisch ist, dass noch in diesem Jahr eine Entscheidung fallen kann. Zunächst werde Marktforscher Karsten Schreiber der Öffentlichkeit ein weiteres Gutachten vorstellen - wahrscheinlich im Oktober. Darin gehe es insbesondere darum, welches Warenangebot bislang in der Innenstadt fehle. Diese Lücken soll ECE dann in die Planung mit aufnehmen. Im Mai hat Schreiber bereits ein umfassendes Einzelhandelskonzept für Homburg vorgestellt (wir berichteten). Das erweiterte Gutachten hatte Anfang der Woche noch FWG-Vorsitzender Axel Ulmcke im Gespräch mit unserer Zeitung gefordert. Karlheinz Schöner bezeichnete die ECE-Präsentation im Bauausschuss als "hoch professionell". Sie gehe durchaus auch auf die Belange und Besonderheiten der bestehenden Innenstadt ein.Nicht so positiv sieht FDP-Fraktionschef Peter Müller die Situation. Er bezeichnete den Auftritt des Investor als "nicht überzeugend" und warf dem OB fehlende Dialogbereitschaft vor. Die Stadt handele gegen die Interessen des Homburger Einzelhandels, so seine Vorwürfe.

Seit nunmehr einem Jahr ist bekannt, dass der Marktführer in Sachen Einkaufsgalerien, der auch in Neunkirchen das Saarpark-Center mit Erfolg betreibt, nach Homburg kommen will. Auf dem Enklerplatz soll ein Haus mit bis zu 20 000 Quadratmetern Verkaufsfläche gebaut werden, wobei in diese Quadratmeterzahl auch ein großer Lebensmittelmarkt sowie Gastronomiebetriebe eingerechnet sind. OB Schöner betont immer wieder, dass die bestehenden Frequenzbringer der Innenstadt wie Peek & Cloppenburg oder H + M nicht ins Center wechseln werden, um die Innenstadt nicht zu schwächen. Die Galerie soll einen baulichen Zugang zur Eisenbahnstraße erhalten und damit direkt an die bestehende City angeschlossen werden.

Im Homburger Stadtrat zeichnet sich nach Recherchen unserer Zeitung eine deutliche Mehrheit für das Bauprojekt ab. Die Ansiedlung wird von der Stadtverwaltung als Zukunftschance für die Einkaufsstadt Homburg mit Blick auf die Nachbarstädte gesehen.

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