1. Saarland

Niederbexbach soll Pilgerstation auf dem Jakobsweg werden

Niederbexbach soll Pilgerstation auf dem Jakobsweg werden

Niederbexbach. Die Jakobuskirche in Niederbexbach soll nach Informationen unserer Zeitung als Station auf dem weltberühmten Jakobsweg (siehe Infokasten) anerkannt werden und das Jakobsmuschelzeichen verliehen bekommen. Bereits im November soll eine Kommission der Deutschen-Jakobus-Gesellschaft vorbeikommen um den Standort der Einlegeplatte mit den Pilgerzeichen zu besprechen

Niederbexbach. Die Jakobuskirche in Niederbexbach soll nach Informationen unserer Zeitung als Station auf dem weltberühmten Jakobsweg (siehe Infokasten) anerkannt werden und das Jakobsmuschelzeichen verliehen bekommen. Bereits im November soll eine Kommission der Deutschen-Jakobus-Gesellschaft vorbeikommen um den Standort der Einlegeplatte mit den Pilgerzeichen zu besprechen. In Saarbrücken ist die regionale St. Jakobusgesellschaft Rheinland/Pfalz-Saarland angesiedelt. Pfarrerin Bärbel Ganster-Johnson ("ich bin ganz überrascht") bestätigte am Sonntag ein entsprechendes Ansinnen der Jakobus-Gesellschaft. Erst am Donnerstag hatte sich ein Förderverein (wir berichteten) zur Rettung der 700 Jahre alten Kirche gegründet. Der Vorsitzende Jörg Jörn sagte gestern, dass es bereits über 80 Mitglieder gebe. Dekan Fritz Höhn aus Homburg, in dessen Amtsbereich Niederbexbach liegt, sagte zu den Initiativen: "Ich bin froh und dankbar, dass sich zur Erhaltung von Kirchengebäuden wie jetzt auch in Niederbexbach Fördervereine bilden. Wir brauchen sie dringend. Natürlich weil wir ihr Geld brauchen, nachdem unsere Kirchensteuereinnahmen geringer werden. Aber wir brauchen vor allem auch das Engagement der Menschen, das uns hilft dringend notwendige Aufgaben zu bewältigen. Diese Menschen wissen, dass wir unsere Gotteshäuser als sichtbare Zeichen unserer Kultur, aber auch als Orte der Zuflucht und des Trostes in bedrängenden Lebenssituationen brauchen. Wir werden alle miteinander stärker zusammenstehen müssen, um solchen Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können." Kirchenrat Wolfgang Schumacher von der Protestantischen Landeskirche in Speyer erklärte: "Bauvereine bewahren kulturelles Erbe und tragen zur Erhaltung und Gestaltung eines wichtigen Identifikationspunktes für den Heimatort bei." Der Theologe fügte an, solche Vereine stärkten auch zivilgesellschaftliche Strukturen und überliesen nicht alles kirchlichen und staatlichen Verwaltungen. Es gehe nicht ausschließlich um Finanzen. Es gehe um den Einsatz für das Gebäude Kirche, um das Tragen der Lasten bei der Bewältigung der Probleme, die mit einer Renovierung und dem Erhalt der Kirche verbunden sind. Es gehe auch um ein Hilfe beim Überlegen, wie die zu renovierende Kirche künftig mit Leben erfüllt werden könne. Schumacher: " Bauvereine bieten nicht nur den Kirchenmitgliedern vor Ort die Chance, sich zu engagieren. Sie sind offen für Mitglieder der anderen Konfession, sie bieten auch ehemaligen Gemeindegliedern, die nicht mehr im Ort leben oder ausgetreten sind, die Möglichkeit an, sich zu engagieren." </bu_text>

Auf einen BlickAls Jakobsweg (spanisch: Camino de Santiago) wird seit dem Mittelalter der Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Nordspanien bezeichnet. Viele Routen führen quer durch Europa über die Pyrenäen zum Grab. Sichtbare Zeichen der Pilger sind die Muschel (aus der man trinken konnte) und der Wanderstab. In unserer Region gibt es Routen, die über Wörschweiler oder über Hornbach nach Metz führen. Infos dazu gibt es bei der Saarpfalz-Touristik in Homburg Am Forum. jkn