1. Saarland

Nicht umsonst Tabellenführer

Nicht umsonst Tabellenführer

Fischbach. Der finale Auftritt - eine Glanzvorstellung. Die letzten Sekunden im Auswärtsspiel der HSG Völklingen beim HC Fischbach in der Handball-Saarlandliga laufen. Über Linksaußen ist Christoph Lebold hochgesprungen, setzt zum Wurf an - und passt den Ball zu seinem Mannschaftskameraden Marc Schleich, der wie aus dem Nichts aus auftaucht. Schleich verwandelt per Kempatrick glanzvoll

Fischbach. Der finale Auftritt - eine Glanzvorstellung. Die letzten Sekunden im Auswärtsspiel der HSG Völklingen beim HC Fischbach in der Handball-Saarlandliga laufen. Über Linksaußen ist Christoph Lebold hochgesprungen, setzt zum Wurf an - und passt den Ball zu seinem Mannschaftskameraden Marc Schleich, der wie aus dem Nichts aus auftaucht. Schleich verwandelt per Kempatrick glanzvoll.

Mit 32:26 (13:10) siegte die HSG Völklingen am Ende souverän in Fischbach und verteidigt damit ihren ersten Tabellenplatz. "Zu Beginn war es ein schwieriges Spiel", sagte Vanja Radic nach dem Schlusspfiff, "wir haben gewusst, dass die Fischbacher kämpferisch stark sind, vor allem zu Hause. Der Stress und der Respekt hat bei uns am Anfang Auswirkungen gezeigt." Die HSG Völklingen fand dementsprechend nur mäßig in das Spiel. Während der HCF loslegte wie die Feuerwehr, wirkten die Gäste fast schon ein wenig überfordert. Nach knapp 13 Minuten lagen die Völklinger mit 3:6 hinten.

Doch durch Stefan Wuchner über Rechtsaußen, Miodrag Jelicic am Kreis, Christoph Lebold und erneut Jelicic, diesmal im Tempogegenstoß, konnte die HSG das Spiel innerhalb drei Minuten drehen - 7:6. Und diese Führung gab das Team von Trainer Marek Kordowiecki nicht mehr aus den Händen - im Gegenteil. Die schludrigen Fehler aus der Anfangsphase wurden weniger, und allmählich zeigte Völklingen, dass sie nicht umsonst Tabellenführer sind. Mit einer 13:10-Führung ging es in die Halbzeitpause.

"In der ersten Halbzeit waren wir nicht diszipliniert genug", kritisierte Marek Kordowiecki später, "aber dann haben wir sie in den Griff gekriegt." Und das auch mit einem ansehnlichen Handball. Beispiel: Gefühlvoll dreht Mathieu Geoffroy einen Ball in Richtung Tor, der kreiselt noch kurz auf der Torlinie und kullert dann schließlich ins Netz. 18:11 (38. Minute). 17 Minuten ein Tempogegenstoß, wieder über Geoffroy, ein schneller Pass zu Alexander Hewener, der auf die andere Seite zu zu Marc Schleich weiterleitet, ein kraftvoller Abschluss - 28:21.

Alles in allem ein Spiel der HSG, so wie sich ein angehender Aufsteiger präsentieren sollte. "Wenn wir die nächsten zwei Spiele gewinnen, sieht es gut für uns aus", dachte Vanja Radic schon einmal zwei Wochen weiter, die zu den entscheidenden dieser Saison werden könnten. Am kommenden Sonntag um 118 Uhr empfängt die HSG den Tabellen-Zweiten HSG DJK Nordsaar, ehe die Völklinger eine Woche später zum leicht schwächelnden, aber immer brandgefährlichen TBS Saarbrücken müssen. Auch Trainer Marek Kordowiecki glaubt, dass "in vier Wochen vielleicht schon alles entschieden sein wird".

Aber am Samstag freuten sich der Trainer und die Mannschaft erst mal über den gelungenen Sieg gegen den HC Fischbach - der zwar nicht so gut begonnen, aber einen krönenden Abschluss mit einem Kempa-Trick wie aus dem Lehrbuch hatte.