Nicht übereinander sprechen, sondern miteinander

Nicht übereinander sprechen, sondern miteinander

„Lunch Lecture“ war die Veranstaltung im Gästehaus der Abtei Tholey überschrieben. Eingeladen hatte das Bistum Trier zum Dialog mit Unternehmern. Referent des Treffens war Globus-Geschäftsführer Thomas Bruch.

Das Bistum Trier sucht verstärkt den Dialog mit Unternehmerinnen und Unternehmern. Um Kirche und Entscheider aus der Wirtschaft zusammen zu bringen, hatte der Themenschwerpunkt "Arbeit" im Bistum Trier für den 8. Mai zu einer "Lunch-Lecture" ins Gästehaus der Abtei Tholey eingeladen.

45 Frauen und Männer haben die Einladung zum Vortrag und Gespräch bei gutem Essen und Trinken angenommen. Gemeinsam mit dem Bund Katholischer Unternehmer (BKU), Diözesangruppe Saar/Trier, war dieser "gute Erfolg" möglich, meinte Thomas Berenz vom Themenschwerpunkt "Arbeit", der die Veranstaltung vorbereitet hatte.

Zuerst gibt es einen Vortrag von 30 Minuten, dann eine Aussprache und das gemeinsame Essen. "Hier wird geistige Nahrung und leibliches Wohl miteinander verbunden", meinte Berenz.

Das Ziel sei es, mit den Unternehmern zu sprechen und nicht über sie. Das könne helfen, die Wirtschafts- und Arbeitswelt besser zu verstehen und mit den Unternehmen etwa zu Fragen der Wertorientierung im Gespräch zu bleiben, "ohne zu moralisieren." Auch Markus Demmer, Vorsitzender des BKU Saar/Trier, begrüßte die neue Veranstaltungsform und äußerte die Hoffnung, dass durch den, hier gewahrten ökonomischen Umgang mit der Zeit viele solcher Treffen stattfinden können. Thomas Bruch, Geschäftsführer der Globus SB-Warenhaus Holding mit Sitz in St. Wendel, war der Referent des mittäglichen Treffens.

Sein Thema: "Mitarbeiterbeteiligung als Baustein unternehmerischer Verantwortung". Bruch gab den Unternehmerinnen und Unternehmern Einblicke in die Beteiligungsmöglichkeiten für die 36 000 Mitarbeitenden seines Handelskonzerns. Seine zentrale Botschaft: Aktiv beteiligte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mitdenken und selbstständig an Verbesserungen arbeiten, machten den positiven Unterschied zu anderen Unternehmen aus.

Als Beispiele nannte er die Kulturwerkstatt, in der alle Auszubildenden von Globus mehrere Tage Gelegenheit haben, Dinge zu tun, die sie sonst noch nie getan haben, vom Theater spielen bis zum Malen von Bildern. Eine partnerschaftliche Unternehmenskultur als Basis und die Ermöglichung von Eigenständigkeit führe dann zur finanziellen Teilhabe der Mitarbeitenden.

Hier verwies Globus-Chef Thomaqs Bruch darauf, dass im Augenblick rund 10 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma als stille Teilhaber über 40 Millionen Euro am Globus-Unternehmen halten.

www.bistum-trier.de

Mehr von Saarbrücker Zeitung