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Schulen im Landkreis präsentieren sich
„Ziel ist die bestmögliche Förderung“

Landrat Sören Meng.
Landrat Sören Meng. FOTO: Jasmin Alt
Der Landrat Sören Meng zur Entwicklung an den weiterführenden Schulen im Landkreis Neunkirchen. Von Heike Jungmann

Kreis Neunkirchen An den weiterführenden Schulen im Landkreis Neunkirchen finden derzeit „Tage der offenen Tür“ statt. Für interessierte Eltern und Schüler. Schulträger ist der Landkreis Neunkirchen. Die nächste Anmeldezeit für das Schuljahr 2018/19 liegt in der Woche 21. bis zum 27. Februar. Wir sprachen aus diesem Anlass mit Landrat Sören Meng.


In der Sitzung des Kreistages Anfang Februar 2017 sind Probleme an der Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte angesprochen worden. Damals räumten Sie ein, dass es deutliche bauliche Mängel gebe. Welche Maßnahmen sind seither ergriffen worden, um dringende Mängel zu beseitigen?



Sören Meng: Die Gemeinschaftsschule Stadtmitte befindet sich bis auf weiteres an zwei Standorten Neunkirchen und Wiebelskirchen. Dies hat den positiven Effekt, dass die räumlichen Engpässe ausgeräumt werden konnten. An beiden Standorten haben wir investiert, beispielsweise in Wiebelskirchen im Bereich der Wlan-Versorgung, der Lehrküche und der Arbeitslehre. In Neunkirchen wurde ein neues Lehrerzimmer realisiert, auch in der Sporthalle wurden Mängel beseitigt. Realisiert wurden auch Brandschutzmaßnahmen.

Es hieß damals, dass nach einer zukunftsfähigen Lösung gesucht werde. Gibt es diese und wenn ja, wie sieht diese aus?

Meng: Die Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte ist für uns als Schulträger sehr wichtig. Auch sozialpolitisch habe ich höchstes Interesse daran, dass sich die Schule gut entwickelt. Allerdings bietet der derzeitige Baukörper kaum Entwicklungspotential. Hier muss investiert werden. Auch sollten wir dort über das Angebot einer gebundenen Ganztagsschule nachdenken. Dies wiederum würde weiteren zusätzlichen Raum erfordern. Dies alles kann der Kreis als Schulträger alleine nicht stemmen. Hier sind wir auf Bundes- und Landesmittel angewiesen.

Halten Sie ein Festhalten an dem Standort Stadtmitte grundsätzlich für sinnvoll?

Meng: Auf jeden Fall – die Anmeldezahlen sprechen eine klare Sprache. Mir geht es darum, mit der Schulgemeinschaft gemeinsam zu überlegen, wie wir die Schule weiterentwickeln können, welche Schwerpunkte die Schule in Zukunft setzen möchte. Hier sind wir im Gespräch mit dem Bildungsministerium, der Schulleitung und externen Partner wie dem Landesinstitut für präventives Handeln. Ziel ist die bestmögliche Förderung der Neunkircher Kinder- und Jugendliche, auch hinsichtlich der Integration.

Gibt es auch an anderen weiterführenden Schulen im Kreis Probleme mit den Gebäuden, etwa in punkto Kapazität?

Meng: Das ist unterschiedlich. Grundsätzlich haben sich auch durch den Zustrom von Flüchtlingen die Anmeldezahlen verändert. Die beiden echten Ganztagsschulen in Neunkirchen und Merchweiler sowie auch die Gemeinschaftsschule Schiffweiler haben erhöhten Zuspruch. Auch unsere Gymnasien werden gut angenommen. Ähnlich sieht es bei unseren berufsbildenden Schulen aus. Durch den Umzug der Förderschule Erziehung von St. Wendel nach Neunkirchen wird auch das Schulgebäude der Förderschule Lernen am Neunkircher Jägermeisterpfad ausgelastet sein.

In welche Schulen wird in diesem Jahr besonders investiert?

Meng: Der Kreistag hat bereits einiges auf den Weg gebracht und Weiteres ist vorbehaltlich der Haushaltsgenehmigung in Planung. Der Erweiterungsbau an der Gebundenen Ganztagesschule Neunkirchen wird fertiggestellt, eine neue Küche für beide Neunkircher Gymnasien wird am Krebsberggymnasium realisiert. Ebenfalls wird an den Gemeinschaftsschulen Illingen und Spiesen-Elversberg weiter saniert. Mit der größten Maßnahme, der Generalsanierung des Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrums Neunkirchen wird dieses Jahr begonnen. Diese Maßnahme am Bildungszentrum wird allerdings mehrere Jahre dauern.

Die Fragen stellte Heike Jungmann

Ein friedliches Miteinander von mittlerweile 28 Nationen und Kulturen zeichnet die Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte aus. Vor einem Jahr waren im Kreistag bauliche Mängel angesprochen worden, die mittlerweile behoben wurden.
Ein friedliches Miteinander von mittlerweile 28 Nationen und Kulturen zeichnet die Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte aus. Vor einem Jahr waren im Kreistag bauliche Mängel angesprochen worden, die mittlerweile behoben wurden. FOTO: Heike Jungmann