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Wiesbach gewinnt eigenes Turnier gegen Eppelborn in der Verlängerung.

Masters : Der VfB Dillingen beschert sich selbst

Schöne Bescherung: Die Oberligisten VfB Dillingen und Hertha Wiesbach gewannen kurz vor Heiligabend wichtige Qualifikationsturniere zum Hallenmasters. Genau wie die Saarlandligisten aus Auersmacher und vom Rastpfuhl.

Turnier der SG Körprich-Bilsdorf: Beim stark besetzten Turnier der SG Körprich-Bilsdorf um den Continentale Martin W. Michler-Cup (71 Wertungspunkte) gingen die drei ersten Plätze an Oberligisten: In der Nalbacher Litermonthalle siegte der VfB Dillingen in einem hart umkämpften Finale mit 5:3 gegen den FV Diefflen.

Nachdem der VfB schon mit 3:1 geführt hatte, kam Diefflen zunächst durch Maximilian Kolodziej und Spielertrainer Thomas Hofer zum Ausgleich. Doch eine Minute vor Schluss köpfte Hassan Srour den Ball nach einem weiten Abwurf von Torwart Nikolaj Kamenev im Rückwärtslaufen sehenswert zum 4:3 für Dillingen in den Winkel. In den letzten Sekunden gelang Michael Heidt mit seinem zweiten Treffer im Endspiel das entscheidende 5:3.

„Gerade im Derby gegen Diefflen wollten wir natürlich unbedingt gewinnen“, freute sich der Doppeltorschütze. „Ich hoffe, dass wir noch weitere Punkte sammeln und wie in den letzten beiden Jahren das Masters erreichen.“ Danach trug Heidt eine Kiste Bier zu seinen Teamkollegen.

Diefflens Spielertrainer Thomas Hofer machte sich dagegen auf den Weg Richtung Dusche. „Wir sind müde, einfach nur müde“, hatte der 36-Jährige bereits vor dem Halbfinale erklärt. Das Semifinale gewann sein Team dennoch klar mit 6:2 gegen Ligakonkurrent Röchling Völklingen. Im Endspiel reichte es aber nicht mehr zu einem Sieg.

Der amtierende Masters-Champion Völklingen sicherte sich durch ein klares 8:3 im „kleinen Finale“ gegen Saarlandligist SV Mettlach Rang drei. Auch bei Mettlach waren die Beine nach zwei harten Turniertagen schwer. „Bei einem stark besetzten Turnier ins Halbfinale zu kommen, war für uns gut, aber danach waren wir extrem platt und sind deshalb etwas unter die Räder gekommen“, sagte Trainer Holger Klein, der auch selbst noch mal die Schuhe schnürte. Vor dem 3:8 gegen Völklingen gab es für den Saarlandligisten im Halbfinale ein 3:7 gegen Dillingen. Das Turnier sahen insgesamt 600 Zuschauer.

Turnier des FC Hertha Wiesbach: Mit einem verwandelten Zehn-Meter-Strafstoß hat Sebastian Lück dem FC Wiesbach den Sieg beim Levo-Bank-Cup seines Clubs in der Sporthalle am Gymnasium Illingen (49 Wertungspunkte) gesichert. Der Kapitän erzielte das 3:2-Siegtor vom Punkt in der Verlängerung des Endspiels gegen den Lokalrivalen FV Eppelborn.

Zuvor hatte Saarlandligist Eppelborn nach Toren von Maurice Schwenk und Bono Marjanovic schon 2:0 vorne gelegen. Doch Lück verkürzte auf 1:2, und Djibrill Diallo rettete Wiesbach mit dem 2:2-Ausgleich in die Verlängerung. „Wir freuen uns sehr. Aber Eppelborn hätte in einem packenden Endspiel den Sieg genauso verdient gehabt wie wir“, gab Wiesbachs Präsident Helmut Berg zu.

Wiesbach, das zuletzt beim Masters drei Mal in Folge im Endspiel stand, liegt in der Qualifikations-Tabelle nach dem ersten Turniersieg in diesem Winter nun auf Rang sechs. Heute Abend kann die Hertha in der Endrunde beim Turnier des FV Lebach weitere Zähler sammeln – sofern die Hertha dort die Vorrunde überstand (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet).

Etwas überraschend scheiterte mit Verbandsligist SG Lebach-Landsweiler ein Masters-Teilnehmer des vergangenen Winters schon in der Zwischenrunde. Für den SV Hasborn (ebenfalls Verbandsliga) kam das Aus schon nach der Vorrunde. Das Turnier sahen 500 Zuschauer.

Turnier des SV Hellas Bildstock:

Richtig gut gefüllt war die Friedrichsthaler Helenenhalle beim erstmals ausgetragenen Sparkasse-Saarbrücken-Christmas-Cup des SV Hellas Bildstock (60 Wertungspunkte). Insgesamt 800 Zuschauer konnten die Gastgeber begrüßen. „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg“, freute sich Bildstocks Spielausschussvorsitzender Walter Thorn. „Einziger Wermutstropfen war, dass wir selbst im Viertelfinale ausgeschieden sind.“ In der Runde der letzten Acht verlor Hellas das Lokalderby gegen Saarlandligist Spvgg. Quierschied mit 0:2. Über den Sieg jubelte Saarlandligist SV Auersmacher, der sich damit einen Tag vor dem Heiligen Abend selbst ein vorzeitiges Geschenk machte. Der Masters-Rekordsieger setzte sich im Endspiel gegen den Ligarivalen SV Rohrbach mit 4:1 durch. „Wir sind ja ein geselliger Verein. Den Sieg werden wir jetzt erst einmal feiern“, erklärte Doppel-Torschütze Jonas Philipp grinsend.

Der stark aufspielende Edin Makelic, der mit 15 Treffern Torschützenkönig wurde, traf für Rohrbach im Endspiel zum zwischenzeitlichen 1:1. Zuvor hatte Makelic im Halbfinale gegen die SF Köllerbach (6:2) mit vier Treffern in Folge groß aufgetrumpft. Die Torjägerkanone nahm er dennoch mit einem eher gequälten Lächeln im Empfang. „Mein Ziel war es nicht, Torschützenkönig zu werden, sondern hier zu gewinnen“, sagte der 23-Jährige. „Wir wollen nämlich unbedingt zum Masters.“

Im Spiel um Platz drei setzten sich die SF Köllerbach – ebenfalls in einem saarlandligainternen Duell - mit 3:1 gegen die Spvgg. Quierschied durch. Der Führende der Masters-Wertung, der SC Brebach, war im Viertelfinale an Auersmacher gescheitert (1:3).

Turnier des SV Hasborn:

Spielertrainer Christian Puff hat Saarlandligist FC Rastpfuhl zum Sieg beim Adidas-Schaumberg-Cup des SV Hasborn (53 Wertungspunkte) geschossen. Der 32-Jährige erzielte am Freitag in der Verlängerung des teilweise dramatischen Endspiels gegen Oberligist FC Hertha Wiesbach das 6:5-Siegtor für seine Mannschaft. „Nach zwei vierten Plätzen war es wichtig, mal ein Turnier zu gewinnen. Wir sind jetzt im Soll“, jubelte der Übungsleiter.

30 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit war Rastpfuhl durch ein Tor von Fabio Pelagi mit 4:3 in Führung gegangen. Während der Oberligist in der Theleyer Sporthalle noch jubelte, führte Puff den Anstoß schnell zu Marcel Noll aus – und der vollstreckte zum 4:4. „Da hätten wir uns nicht beschweren können, wenn der Schiedsrichter das zurückgepfiffen hätte“, gab Puff zu.

Bei Wiesbach war der Frust nach der Niederlage groß: „Die Entscheidung, da weiter laufen zu lassen, müssen wir hinnehmen. Aber so zu verlieren, ist bitter. Gerade weil wir im Finale immer in Führung lagen“, ärgerte sich Hertha-Trainer Michael Petry.

Rang drei ging an den VfL Primstal (Saarlandliga) durch ein klares 6:0 im „kleinen Finale“ gegen Verbandsligist SV Hasborn. „Wenn wir in jedem Turnier punkten, könnte es für die Masters-Teilnahme reichen“, meinte Primstals Mittelfeldspieler Karsten Rauber. Aktuell liegt Primstal als Neunter der Wertungstabelle aber knapp hinter den Masters-Rängen. Das Turnier sahen 700 Zuschauer.