Werkstattzentrum für behindere Menschen hatte Besuch von MP Tobias Hans

Hoher Besuch : WZB beeindruckt Ministerpräsident Hans

Das Werkstattzentrum für Menschen mit Behinderung in Elversberg leistet eine wichtige Aufgabe zur Integration.

Im Rahmen seiner Sommertour machte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans Station im Werkstattzentrum für Menschen mit Behinderung der Lebenshilfe (WZB) in Elversberg. Der große Medientross aus seinem Ministerium verdeutlichte, dass dieser Termin für Hans mehr als reine Pflichterfüllung war. Entsprechend interessiert zeigte sich der Ministerpräsident bei seinem zweistündigen Rundgang durch das Werk 1 des WZB. Thomas Latz, Geschäftsführer des WZB, führte die Delegation durch die verschiedenen Produktionsbereiche wie Holzverarbeitung, Metallverarbeitung und Druckerei. Die Bandbreite an Produkten, die von behinderten Menschen in den Werkstätten hergestellt werden, ist enorm. So plant und fertigt die Schreinerei komplette Einrichtungen, auch in Maßarbeit, sowohl für private Haushalte als auch für Arztpraxen oder Büro- und Ladeneinrichtungen. Die Druckerei bietet von der Gestaltung über Druck, Weiterverarbeitung bis zum Fulfillment und Versand alle Dienstleistungen einer modernen Druckerei.

Beim abschließenden Gespräch im Konferenzzimmer der WZB äußerte sich Hans entsprechend beeindruckt: „Bei jedem Besuch sammle ich neue, positive Eindrücke über die Menschen, die hier arbeiten, die Qualität der Produkte, die hier hergestellt werden, und die Innovationsstärke aller Mitarbeiter.“ Auch zur Strategie der Geschäftsführung und deren Umsetzung fand Hans lobende Worte: „Trotz der unterschiedlichen körperlichen und geistigen Voraussetzungen sowie der Grad der Behinderungen der Mitarbeiter, schafft das Führungsteam ein Betriebsklima, in dem sich alle wohlfühlen und nicht nur wegen des Geldes gerne zur Arbeit kommen. Die Werkstätten sind ein herausragendes Beispiel dafür, wie leistungsfähig Menschen mit Behinderungen sind. Entsprechend ist auch das Engagement der Mitarbeiter, welches nicht zuletzt dazu beiträgt, dass sich die WZB am Markt behaupten kann.“ Jüngstes Ergebnis der Innovationsstärke der Werkstätten ist der „MediTower“, einem klimatisierten Medikamentenschrank, der überall dort zum Einsatz kommt, wo Medikamente sicher und richtig temperiert aufbewahrt und an Patienten abgegeben werden. Das Produkt wurde auf der diesjährigen „Werkstätten- Messe der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen“ ausgezeichnet. Das WZB rechnet sich gute Vermarktungschancen in Einrichtungen der Behindertenhilfe, in Senioreneinrichtungen und Arztpraxen und in weiteren Einrichtungen der Gesundheitsbranche aus, was für den wirtschaftlichen Erfolg der Einrichtung wichtig sei.

Damit die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleibt und ausgebaut werden kann, stehen neue Projekte auf dem Programm von Geschäftsführer Thomas Latz: „Wir sehen unsere Aufgabe auch darin, die behinderten Menschen so auszubilden, dass sie in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können. Dazu werden in den kommenden Jahren mehr Platz und weitere Räumlichkeiten benötigt. Unsere Planung sieht vor, in Neunkirchen, stadtnah auf einem Gelände drei neue Gebäude zu errichten: einen integrativen Kindergarten für fünf Gruppen inklusive Tagesförderungsstätte, einen Tierbedarfsartikel-Markt, in dem auch der Wendelinushof Verkaufsfläche bekommt sowie ein Verwaltungsgebäude.“ Latz weiter: „Durch die Nähe zur Neunkircher City werden die behinderten Menschen stärker in alltägliche Abläufe eingebunden. Somit ist die Teilhabe an einem normalen Leben möglich.“

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