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Neunkircher Hinterhofwettbewerb
Wer hat die schönste Wohlfühloase in Neunkirchen?

Sylvia Knoblauch, Helmut Lembach, Georg Jung und Horst Herrmann (v.l.) warben in der SZ-Redaktion für „Neunkircher Wohlfühloasen“.
Sylvia Knoblauch, Helmut Lembach, Georg Jung und Horst Herrmann (v.l.) warben in der SZ-Redaktion für „Neunkircher Wohlfühloasen“. FOTO: Heike Jungmann
Neunkirchen. Gärten, Balkone und Terrassen dürfen wieder fit für den Wettbewerb gemacht werden. Von Heike Jungmann

Es juckt schon in den Fingern, die neuesten Sämereien und Pflanzen zu kaufen. Der Frühling hat zwar nach einem kurzen Zwischenspiel wieder feige zurückgezogen, aber Gartenfreunde lassen sich auch von ein paar Schneeflocken nicht ins Bockshorn jagen. Kurzum: Die Vorfreude auf die grüne und blühende Jahreszeit ist groß. Appetit auf den Frühling macht auch der Gartenwettbewerb „Neunkircher Wohlfühloasen“, zu dem nach einer einjährigen Pause die Ehrenamtler der Bürgerinitiative Stadtmitte und des Bürgerstammtisch Unterstadt bereits zum 15. Mal aufrufen. Einige von ihnen berichteten jetzt beim Redaktionsbesuch, dass jeder mitmachen kann – egal ob Eigentümer oder Mieter. Wie 2016 dürfen neben den Bewohnern der Unterstadt und der Stadtmitte auch Hobbygärtnerinnen und -gärtner der Spieser Höhe, des Schaumbergrings, vom Ziehwald, Steinwald und Storchenplatz sowie von der Scheib mitmachen.


Manch einer mag noch den früheren Begriff „Hinterhofwettbewerb“ im Kopf haben, aber es handelt sich ja tatsächlich um „Wohlfühloasen“, die prämiert werden. Sei es nun der kleine Nasch-Balkon, auf dem in Blumenkästen Erdbeeren und Küchenkräuter wachsen, die Terrasse mit mediterranen Kübelpflanzen, der insektenfreundlich gestaltete Vorgarten oder eben der unscheinbare Hinterhof, der mit Ideen und „grünem Daumen“ zur Wohlfühloase aufgepeppt wurde. „Man braucht keinen zusätzlichen Aufwand für die Teilnahme am Wettbewerb zu betreiben“, versichert Sylvia Knoblauch. Das Jurymitglied, das selbst mitten in der Stadt einen Garten sein Eigen nennt, wurde schon oft überrascht von den Ideen der Neunkircher Hobbygärtner. „Man wundert sich, was hinter manchem Haus versteckt ist.“ Vieles bleibe im Verborgenen, berichtet Helmut Lembach. Der Gartenwettbewerb sei übrigens der größte und nachhaltigste im südwestdeutschen Raum, der von Ehrenamtlern organisiert werde. Unterstützt werden die Ehrenamtler von Stadtteilmanager Wolfgang Hrasky und etlichen Sponsoren. Denn es gibt nicht nur ein gerahmtes Aquarell des Neunkircher Malers Helmut Weigerding für alle Teilnehmer, sondern etliche Preise zu gewinnen.

Bis zu 150 Euro für die Erstplatzierten der Kategorien Hinterhausgarten, Vorgarten oder Terrasse/Balkon warten auf Neunkircher mit dem „grünen Daumen“. Auch die Zweit- und Drittplatzierten gehen nicht leer aus.



„Dass dieser Wettbewerb nach all den Jahren immer noch so viel Anklang findet, ist dem bürgerschaftlichen Engagement und vor allem dem Initiator Jürgen Specht zu verdanken“, stellt Oberbürgermeister Jürgen Fried fest.

Als besonderen Anreiz für alle Neuanmeldungen lobt Wolfgang Hrasky wieder Sonderpreise aus. „Es wäre schön, wenn wir in diesem Zuge auch Grünpaten und Grünpatinnen für Baumscheiben und Straßenbeete gewinnen könnten“, sagte der Stadtteilmanager. Übrigens wird es auch wieder eine Fotoausstellung den Wettbewerb abschließen. Diese ist vom 1. bis 31. Oktober in der Rathaus-Galerie zu besichtigen.

In den vergangenen Jahren sei viel passiert, findet Ehrenamtler Georg Jung. „Die Stadt ist grüner geworden und die Leute sind glücklich damit.“

Für die Teilnahme genügt es, das Anmeldeformular (liegt an vielen Stellen in der Stadt aus) vollständig ausgefüllt bis 11. Mai an das Stadtteilbüro (Telefon 0 68 21/919-232 oder E-Mail stadtteilbüro@neunkirchen.de) zu schicken.

Die Wohlfühloase von Kuno Dietschmann in der Neunkircher Brunnenstraße wurde im Jahre 2016 prämiert.
Die Wohlfühloase von Kuno Dietschmann in der Neunkircher Brunnenstraße wurde im Jahre 2016 prämiert. FOTO: Gerhard Schaal
So attraktiv und ideenreich wie auf diesem Bild können Neunkircher Hinterhöfe aussehen.
So attraktiv und ideenreich wie auf diesem Bild können Neunkircher Hinterhöfe aussehen. FOTO: Gerhard Schaal
Eine grüne Oase mitten in der Stadt. Auch dieser Garten hat beim Wettbewerb „Neunkircher Wohlfühloasen“ mit Erfolg teilgenommen.
Eine grüne Oase mitten in der Stadt. Auch dieser Garten hat beim Wettbewerb „Neunkircher Wohlfühloasen“ mit Erfolg teilgenommen. FOTO: Gerhard Schaal